: Arbeitsdienst für Langzeitarbeitslose

09.09.2021 | 05:52 Uhr
Politiker schlagen einen Arbeitsdienst für Langzeitarbeitslose vor. Vorbild sei auch Dänemark, wo mit einer Pflicht zum Arbeiten Integration von Einwanderern gefördert werden soll.
Dabei gehe es auch um "die Wiedereingliederung von Langzeitarbeitslosen in das Arbeitsleben".Quelle: dpa
Politiker von CDU, CSU und Freien Wählern wollen Langzeitarbeitslose zu gemeinnütziger Arbeit verpflichten. Der CSU-Innenexperte Michael Kuffer erhofft sich für die Arbeitslosen "Wertschätzung und eine persönliche Beziehung zu unserem Gemeinwesen".
Ihm schwebe eine solche Regelung für Menschen vor, "die Leistungen vom Staat erhalten und nicht bereit sind, sich in den Arbeitsmarkt zu integrieren", sagte der CDU-Vorsitzende von Sachsen-Anhalt, Sven Schulze, der "Bild". Demnach könnten die Arbeitslosen etwa Laub fegen oder Müll sammeln.

Dänemark: Arbeiten als Integrationshilfe?

Dabei gehe es vor allem darum, "die Wiedereingliederung von Langzeitarbeitslosen in das Arbeitsleben erleichtern", sagte Berlins CDU-Fraktionschef Burkard Dregger der "Bild". Zuspruch dazu kam vom Vorsitzenden der Freien Wähler, Hubert Aiwanger: Viele Langzeitarbeitslose könnten "wieder in ein normales Arbeitsleben zurückkehren, wenn sie gezielt über gemeinnützige Arbeit für den ersten Arbeitsmarkt fit gemacht werden".
Der CSU-Innenexperte Michael Kuffer erhofft sich für die Arbeitslosen "Wertschätzung und eine persönliche Beziehung zu unserem Gemeinwesen". Hamburgs CDU-Chef Christoph Ploß verwies laut "Bild" auf einen Gesetzesentwurf aus Dänemark, wo die Regierung mit einer Pflicht zum Arbeiten die Integration von Einwanderern forcieren will.
Quelle: AFP

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