: Joe Biden: "Ich bedauere nichts"

20.01.2023 | 04:46 Uhr
Nach dem Fund von Geheimdokumenten in seinem Privathaus verteidigt US-Präsident Biden den Umgang des Weißen Hauses mit der Sache. Er "bedauere nichts".
US-Präsident Joe Biden äußerte sich zu dem Fund geheimer Dokumente in seinen privaten Räumen.Quelle: dpa
US-Präsident Joe Biden hat den Umgang des Weißen Hauses mit dem Auftauchen von Geheimdokumenten in seinen privaten Räumen verteidigt. "Ich bedauere nichts", sagte Biden am Donnerstag bei einem Termin im US-Bundesstaat Kalifornien auf die Frage einer Reporterin.
Sie hatte Biden gefragt, ob er es bedauere, nicht früher bekannt gegeben zu haben, dass eine erste Tranche an vertraulichen Regierungsunterlagen bereits im November in privaten Räumen entdeckt worden war.
Sichtlich genervt sagte er:
Wir haben eine Handvoll Dokumente entdeckt, die am falschen Ort abgelegt wurden.
Joe Biden, US-Präsident

Biden: "No there there" - "Da war nichts"

"Wir haben sie sofort an das Archiv des Justizministeriums übergeben", sagte Biden. Man kooperiere "voll und ganz" und freue sich darauf, die Angelegenheit schnell zu klären. "Ich denke, ihr werdet sehen, dass es da nichts gibt", sagte er.
"There's no there there", sagte Biden, sinngemäß übersetzt: "Da war nichts."

Nach dem erneuten Fund von Geheimdokumenten bei US-Präsident Biden soll ein unabhängiger Sonderermittler die Papiere untersuchen. Republikaner fordern eine Kongress-Untersuchung.

13.01.2023 | 01:47 min

Kritik am Weißen Haus

Das Weiße Haus räumte kürzlich ein, dass Anwälte Bidens bei vier verschiedenen Gelegenheiten auf Dokumente und offizielle Unterlagen aus dessen Zeit als Vize von Ex-Präsident Barack Obama gestoßen waren: am 2. November in seinem früheren Büro des Penn Biden Centers in Washington, am 20. Dezember in der Garage seines Hauses in Wilmington im Staat Delaware sowie am 11. und 12. November in der Bibliothek des Anwesens.
Vergangene Woche setzte Justizminister Merrick Garland einen früheren Bundesstaatsanwalt in Maryland, Robert Hur, als Sonderermittler ein, um die Untersuchung zu den Aktenfunden bei Biden zu leiten.

Dokumente aus der Obama-Ära

Die Dokumente stammen aus Bidens Zeit als Vizepräsident unter Barack Obama von 2009 bis 2017.
Das Weiße Haus betonte immer wieder, dass Bidens Anwälte die Dokumente unverzüglich an das Nationalarchiv übergeben hätten, das für die Aufbewahrung zuständig ist.

Nach dem erneuten Fund von Geheimdokumenten bei US-Präsident Biden soll ein unabhängiger Sonderermittler die Papiere untersuchen. Republikaner fordern eine Kongress-Untersuchung.

13.01.2023 | 01:47 min

Parallelen zum Fall-Trump

Die Affäre bringt Biden in eine missliche Lage, da dadurch laufende Ermittlungen zu einem ähnlichen Fall um seinen Vorgänger Donald Trump verkompliziert werden, der laut dem Justizministerium nach seinem Abschied aus dem Weißen Haus Hunderte als geheim oder vertraulich gekennzeichnete Unterlagen mitgenommen hatte.
Über Monate hinweg widersetzte sich Donald Trump Aufforderungen, die Dokumente an die Regierung zurückzugeben. Der Fall Biden ist zwar anders gelagert, da er die Unterlagen nach ihrer Entdeckung bereitwillig übergeben hat. Doch nagt die Sache am Nimbus des Präsidenten.
Quelle: dpa, AP

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