: Keine Militär-Konfrontation der USA mit China

03.05.2021 | 05:47 Uhr
Trotz steigender Spannungen zwischen den USA und China schließt US-Außenminister Blinken einem Bericht zufolge eine militärische Konfrontation aus. China reagiere "aggressiver".
US-Außenminister Antony Blinken Quelle: Reuters
Angesichts wachsender Spannungen zwischen den USA und China hat der amerikanische Außenminister Anthony Blinken einem Medienbericht zufolge eine militärische Konfrontation ausgeschlossen.
In einem Interview mit dem US-Sender CBS sagte Blinken auf die Frage, ob die Regierung in Washington auf eine militärische Auseinandersetzung mit der Volksrepublik zusteuere: "Es ist zutiefst gegen die Interessen sowohl Chinas als auch der Vereinigten Staaten an diesen Punkt zu gelangen oder auch nur diese Richtung einzuschlagen."

USA kämpfen um geistiges Eigentum

Der Politiker ergänzte aber:
Was wir in den letzten Jahren erlebt haben, ist, dass China im Inland repressiver und im Ausland aggressiver agiert. Das ist Fakt.
Anthony Blinken, US-Außenminister
Auf die Frage nach dem angeblichen Diebstahl von US-Geschäftsgeheimnissen in Höhe von Hunderten von Milliarden Dollar durch China, sagte Blinken, dass die Regierung um Präsident Joe Biden "echte Bedenken" in Bezug auf das Thema geistiges Eigentum habe.

China entschlossen entgegentreten

Der Angriff zeichne ein Bild "von jemandem, der versucht, unfair und zunehmend auf feindselig Weise den Wettbewerb zu beeinflussen". Die USA müssten mit gleichgesinnten Staaten der Regierung in Peking entgegentreten und sagen: 'Das kann nicht sein und wird nicht passieren.'
Bidens China-Politik ist noch nicht vollständig ausformuliert. Insbesondere ist unklar, wie er mit den Handelsbeschränkungen seines Vorgängers Donald Trump umgehen will. Bislang hat Biden demokratische Werte stärker betont wie auch Vorwürfe chinesischer Menschenrechtsverletzungen.

Konfliktherd Taiwan

Zudem will er die Wettbewerbsfähigkeit der US-Wirtschaft stärken. Zuletzt hatte das US-Außenministerium neue Richtlinien erlassen, die zu einer Vertiefung der Kontakte zu Taiwan und zu einer Erhöhung der Spannungen mit China führen.
Die Volksrepublik beansprucht den Inselstaat als eigenes Territorium. Die USA sind der wichtigste internationale Verbündete Taiwans. Die chinesische Botschaft in Washington reagierte nicht sofort auf eine Bitte um Stellungnahme.
Quelle: Reuters, Deutschlandfunk

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