US-Wahl: So steht es in den Umfragen

von Robert Meyer
03.11.2020 | 10:15 Uhr
Donald Trump oder Joe Biden - wer wird der nächste Präsident der USA? Der Stand der Umfragen in interaktiven Karten und Grafiken.
Donald Trump (l.) und Joe Biden treten bei der US-Präsidentschaftswahl gegeneinander an.Quelle: ZDF-Reuters
Wird US-Präsident Donald Trump weitere vier Jahre im Weißen Haus bekommen? Oder löst der demokratische Gegner Joe Biden den Amtsinhaber ab? Am 3. November 2020 wird in den USA ein neuer Präsident gewählt.

Der neue US-Präsident braucht mindestens 270 Stimmen

Wie viele Wahlfrauen und Wahlmänner Donald Trump und Joe Biden laut Umfragen aktuell auf sich vereinen, zeigt folgende Grafik. Alle Grafiken in diesem Artikel werden regelmäßig aktualisiert.
Um die Präsidentschaftswahl zu gewinnen, braucht ein Bewerber mindestens 270 Stimmen.
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Die Grafik basiert auf folgender Karte. Sie zeigt, welcher Bewerber um das Amt des Präsidenten derzeit in den einzelnen US-Staaten vorne liegt. Eine dunklere Rot- oder Blaufärbung bedeutet, dass der Vorsprung des Kandidaten in den Umfragen groß ist. Eine hellere Färbung, dass der Vorsprung etwas geringer ist. In grau gefärbten Staaten ist das Rennen besonders eng.
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Wie wird der US-Präsident gewählt?

In den USA wird der Präsident nicht direkt von der Bevölkerung gewählt. Ein 538-köpfiges Wahlgremium erledigt das stellvertretend für die Wählerinnen und Wähler. Die sogenannten Wahlfrauen und Wahlmänner werden von den Bundesstaaten entsandt. Wie viele Stimmen ein Staat im sogenannten "Electoral College" bekommt, hängt im Prinzip von der Bevölkerungsgröße ab.

In den USA gilt ein Mehrheitswahlrecht. Das bedeutet: Sämtliche Wahlfrauen und Wahlmänner eines Staates gehen an den Kandidaten, der die meisten Bürgerinnen und Bürger hinter sich versammeln konnte. Nur in Maine und Nebraska gelten Ausnahmen.

Flächenmäßig große Bundesstaaten der USA wirken überrepräsentiert

Die oben gezeigte Karte kann aber auch in die Irre führen. Flächenmäßig große Staaten mit wenig Einwohnern wie Montana im Norden wirken auf einer normalen Karte überrepräsentiert. Obwohl Montana nur drei Stimmen im Wahlgremium hat, wirkt es aufgrund seiner Fläche bedeutender.
Folgende Darstellung versucht dieses Problem zu lösen. Die Größe eines Staates hängt hier von der Zahl der Wahlfrauen und -männer im "Electoral College" ab:
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Ergebnis bei einer Direktwahl zwischen Trump und Biden

Würde der Präsident hingegen direkt von der Bevölkerung gewählt - ohne dass das Ergebnis in den einzelnen Bundesstaaten und deren Stimmen im Wahlgremium eine Rolle spielt - ergäbe sich laut Umfragen derzeit folgender Ausgang:
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Diese Umfrage bildet allerdings nur ein Stimmungsbild ab. Nur weil ein Kandidat zusammengerechnet mehr Stimmen bekommen würde, heißt das nicht, dass er auch Präsident wird.
Das ist eine Besonderheit des Wahlsystems in den USA. So hat Hillary Clinton (Demokraten) 2016 knapp drei Millionen Stimmen mehr erhalten als Donald Trump. Aufgrund des Mehrheitswahlrechts in den einzelnen Staaten hat jedoch Trump die meisten Stimmen im "Electoral College" bekommen - und wurde der 45. Präsident der USA.
Spannend wird es besonders bei den Schwergewichten Texas und Florida sowie den anderen Swing States im Westen und Norden. Zeigt die Grafik im Studio!

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