: Rummenigge: Missverständlich ausgedrückt

21.02.2021 | 01:13 Uhr
Karl-Heinz Rummenigge hat dem Vorwurf widersprochen, sein Klub wolle sich beim Impfen vordrängeln. Im sportstudio sagte er, er habe sich wohl missverständlich ausgedrückt.
Bayern-Boss Karl-Heinz Rummenigge über die Niederlage bei Eintracht Frankfurt, seine umstrittene Äußerung zur Corona-Impfung für Fußballprofis, Katar, die EM und sein Karriere-Ende
Mitte vergangener Woche hatte ein Interview mit Karl-Heinz Rummenigge für Aufregung gesorgt. Fußballprofis könnten - so argumentierte Rummenigge - Vorbilder bei der Impfung gegen das Coronavirus sein.

Rummenigge: Fußball kann Vorbild sein

Im aktuellen sportstudio erklärte sich der Vorstandsvorsitzende des FC Bayern München dazu - ohne seine Haltung zu korrigieren. "Wenn es irgendwann mal ausreichend Impfstoff gibt, dann wäre es am Fußball, ein Vorbild zu sein - und dann eben seine Spieler impfen zu lassen, um den Bürgern zu zeigen, dass Impfen keine Schädigung mit sich bringt", sagte Rummenigge im Gespräch mit Jochen Breyer.
Seine Aussage aus der Vorwoche sei "von einigen missverstanden worden, vielleicht habe ich mich auch missverständlich ausgedrückt", so Rummenigge: "Wir sind überhaupt nicht arrogant, wir verlangen überhaupt keine Sonderrolle. Der Fußball hat nach wie vor Demut."

Rummenigge: "Wollen uns in die Reihe stellen"

Dem Vorwurf, der FC Bayern habe mit dem Impf-Vorstoß hauptsächlich Eigennutz im Sinn gehabt, widersprach Rummenigge: "Wir wollen uns gar nicht vordrängen. Wir wollen uns genauso in die Reihe stellen, wie es von uns allen verlangt wird. Eigene Probleme wollen wir nicht lösen."
Die Reisen der Klubs im Europapokal verteidigte Rummenigge. "Man darf dem deutschen Fußball da keinen Vorwurf machen. Das sind keine Entscheidungen der Klubs, das ist eine Entscheidung der UEFA", sagte er: "Die Alternative wäre, nicht mehr an der Champions League teilzunehmen."

Spielverlegungen "diskussionswürdig"

Zuletzt hatte RB Leipzig wegen Reisebeschränkungen sein Achtelfinale gegen den FC Liverpool in Budapest bestritten. Dies sei "diskussionswürdig, weil man den Eindruck bekommt, der Fußball hat eine Sonderrolle".

Mehr zum FC Bayern

Mehr zu Corona