1. FC Nürnberg trennt sich von Keller

29.06.2020 | 17:44 Uhr
Zweitligist 1. FC Nürnberg greift vor der Relegation um den Klassenerhalt nach dem letzten Strohhalm und trennt sich von Jens Keller. Marek Mintal und Michael Wiesinger übernehmen.
Die Amtszeit von Trainer Jens Keller beim 1. FC Nürnberg ist nach nur 229 Tagen beendet.
Nach dem zunächst verpassten Klassenverbleib in der 2. Fußball-Bundesliga hat sich der 1. FC Nürnberg von Trainer Jens Keller getrennt. In den anstehenden Relegationsspielen (7. Juli und 11. Juli live im ZDF) werden die Franken von Michael Wiesinger als Chefcoach und Marek Mintal als dessen Assistent betreut, wie der Verein mitteilte.
"Wir sind nach reiflichen Überlegungen, zahlreichen Gesprächen und einer intensive Analyse zu dem Entschluss gekommen, dass wir noch einmal einen neuen Impuls setzen wollen", wird Sportvorstand Robert Palikuca zitiert. "Michael Wiesinger und Marek Mintal waren für uns dabei die einzige sinnvolle Lösung. Beide kennen die Mannschaft, das Umfeld und können ohne Eingewöhnung direkt loslegen."

Gegner in der Relegation noch offen

Der "Club" droht nach einer katastrophalen Saison direkt von der Bundesliga in die 3. Liga durchgereicht zu werden. Um dieses Debakel noch zu vermeiden, muss sich der FCN in der Relegation nächste Woche gegen einen Drittliga-Vertreter durchsetzen. In der 3. Liga stehen noch zwei Spieltage aus. Aktuell wäre der FC Ingolstadt der Gegner des FCN.
Keller war im November als Nachfolger von Damir Canadi zum FCN gekommen. Dem sogar mit Aufstiegsambitionen in die Saison gestarteten Traditionsverein aber konnte er in seinen 229 Tagen als Trainer nicht zum Erfolg verhelfen. Nach der Corona-Pause gewann er nur eines von neun Spielen.

Mintal und Wiesinger schon einmal in der Verantwortung

Mintal und Wiesinger, die nur für zwei Spiele einspringen sollen, zeichneten 2013/14 schon einmal gemeinsam für die "Club"-Profis verantwortlich. Nach Wiesingers Entlassung im Oktober 2013 stieg der FCN später unter Gertjan Verbeek aus der Bundesliga ab. Mintal blieb und war seither in verschiedenen Funktionen für den Altmeister tätig, Wiesinger kehrte im September 2019 als Leiter des Nachwuchsleistungszentrums zurück.
Quelle: dpa, SID