: Coach Terzics Einstand beim BVB gelingt

15.12.2020 | 22:40 Uhr
Borussia Dortmund hat unter dem neuen Trainer Edin Terzic seine Sieglos-Serie in der Fußball-Bundesliga beendet: Bei Werder Bremen feierte der BVB einen 2:1-Erfolg.
Erst seit Montag im Amt: Dortmunds neuer Trainer Edin TerzicQuelle: Carmen Jaspersen/dpa
Neuer Trainer, neues Glück: Beim Debüt von Edin Terzic ist Borussia Dortmund in die Erfolgsspur zurückgekehrt. Der Vize-Meister gewann bei Werder Bremen mit 2:1 (1:1) und beendete somit eine Durststrecke von drei Bundesliga-Spielen ohne Sieg, die in der Entlassung von Chefcoach Lucien Favre gipelte.
Darauf sind wir unheimlich stolz. Wir müssen uns aber weiter verbessern.
Edin Terzic bei "Sky"
Den entscheidenden Treffer für Dortmund erzielte Marco Reus mit einem Nachschuss seines Elfmeters, den Werder-Torwart Jiri Pawlenka gehalten hatte (79. Minute). Zuvor hatten Raphaël Guerreiro (12.) für Dortmund und Kevin Möhwald (28.) für Bremen getroffen.
Die weiteren Ergebnisse vom Dienstag:
  • Frankfurt - Mönchengladbach 3:3 (3:1)
  • Hertha BSC - Mainz 05 0:0
  • VfB Suttgart - Union Berlin 2:2 (0:1)

Moukoko in der Startelf

Terzic hatte das Talent Youssoufa Moukoko in die Startelf berufen. Der 16-Jährige hätte nach fünf Minuten fast sein erstes Bundesliga-Tor erzielt, er rutschte aber an einer Flanke von Giovanni Reyna vorbei.
Diese Aktion war der Startschuss für eine klare Dominanz der Gäste in der ersten Halbzeit. Dortmund war in allen Belangen klar überlegen, scheiterte aber mehrfach an Werder-Torhüter Jiri Pavlenka. Und als der Tscheche ein zweites Mal geschlagen schien, half bei einer Rückgabe von Christian Groß (32.) der Torpfosten.
Dortmunds Raphael Guerrero (2. von rechts) lässt sich für sein Tor zum 1:0 feiernQuelle: Carmen Jaspersen/Pool photo via AP

Werder mit harmloser Offensive

Die Norddeutschen hingegen fanden in der Offensive kaum statt, die drei verletzten Stürmer Milot Rashica, Davie Selke und Niclas Füllkrug wurden schmerzlich vermisst. Möhwalds Ausgleich fiel praktisch aus dem Nichts.
In der zweiten Halbzeit änderte sich das Bild ein wenig. Nach wie vor dominierten die Schwarz-Gelben, doch Bremen konnte sich gelegentlich ein wenig Luft verschaffen. Aber erneut hätte Moukoko fast getroffen, diesmal strich sein Schuss in der 50. Minute knapp über die Querlatte.

Werder-Coach Kohfeldt wechselt

Da die Bremer kaum zu klaren Torchancen kamen, reagierte Coach Florian Kohfeldt und schickte in der 65. Minute mit Leonardo Bittencourt und Nick Woltemade zwei frische Offensivkräfte aufs Feld.
Wirkung zeigte dies jedoch nicht, im Gegenteil: Die Borussia übernahm in der Schlussphase wieder das Kommando und drängte Werder tief in die eigene Hälfte.

Reuss trifft im Nachfassen

Dann ließ Pavlenka eine Flanke fallen und foulte in der Folge Manuel Akanji. Reus Elfmeter parierte er anschließend zwar klasse, aber dann war der BVB-Kapitän am schnellsten beim Abpraller zur Stelle.
"Es ist immer wichtig, nach solch einer brutalen Niederlage mit einem Sieg wiederzukommen", sagte Reus nach dem Spiel: "Nach einem Trainerwechsel weiß die Mannschaft auch, dass sie selbst versagt hat."
Quelle: SID