Paris Saint-Germain gewinnt in München

07.04.2021 | 22:52 Uhr
Der FC Bayern muss ums Weiterkommen in der Champions League bangen. Die Münchner unterlagen in heimischer Arena gegen Paris Saint-Germain mit 2:3.
Zum Verzweifeln: Der FC Bayern verliert das Hinspiel gegen PSG.Quelle: epa / Lukas Barth-Tuttas
Bayern München muss um den Einzug ins Halbfinale der Champions League bangen. Der Titelverteidiger verlor bei der Neuauflage des Vorjahres-Endspiels gegen Paris St. Germain das Viertelfinal-Hinspiel daheim 2:3 (1:2) und steht nun am kommenden Dienstag in der französischen Hauptstadt unter Druck.
Kylian Mbappe (3.) und Marquinhos (28.) brachten PSG schnell in Führung. Eric Maxim Choupo-Moting (37.) verkürzte gegen seinen Ex-Klub, ehe Thomas Müller (60.) der Ausgleich gelang. Mbappe (68.) verschaffte Paris mit seinem zweiten Treffer eine gute Ausgangsposition für das Rückspiel.
Wir müssen mehr Tore machen. Jjetzt müssen wir dem Rückstand hinterherlaufen.
Thomas Müller

Der FC Bayern benötigt ein Kunststück

Dort muss dem FC Bayern schon ein Königsklassen-Künststück glücken, um doch noch in das Halbfinale gegen Manchester City oder Borussia Dortmund einzuziehen.
Das gestaltet sich für die Münchner umso schwer, da sie nach der Knieverletzung von Robert Lewandowski und dem positiven Corona-Test von Serge Gnabry zwei weitere Verletzte zu beklagen haben. Leon Goretzka (33.) und Niklas Süle (42.) mussten im Münchner Schneetreiben frühzeitig raus.

Mbappé trifft extrem früh zum 1:0

Die turbulente Partie war geprägt vom frühen Schrecken durch die schnelle Führung von Mbappé. Der französische Weltmeister nutzte nach einem Konter die Vorlage von Neymar, der im richtigen Moment auf seinen Sturmpartner querlegte.
Am 19. April will die UEFA über die Reform der Champions League entscheiden. Leverkusens Sport-Geschäftsführer Rudi Völler bezieht dazu im "aktuellen sportstudio" klar Position.
Das Tor war für die Bayern besonders ärgerlich, weil sie selber kurz zuvor ein große Chance vergeben hatten. Choupo-Moting scheiterte knapp mit einem Aluminiumtreffer: Der letztjährige Paris-Profi traf nach einer Ecke per Kopf nur die Latte.

Ohne Lewandowski fehlt die Durchschlagskraft

Die Bayern verstärkten nach dem 0:1 den Druck. Mit derselben Startelf, die das Spitzenspiel gegen RB Leipzig gewonnen hatte, dominierten die Gastgeber das Spiel. Sie waren aggressiver und beschäftigten die PSG-Defensive. Doch ohne Lewandowski fehlt es auch an Durchschlagskraft.
Das Team von Trainer Mauricio Pochettino kam einige Male in Bedrängnis. Und schlug dann wieder eiskalt zu. Die Situation schien geklärt, als Neymar das zweite Mal die Vorarbeit lieferte. Der Brasilianer hob den Ball mit einem langen Pass über die aufrückende Bayern-Abwehr und fand mit Marquinhos einen Abnehmer. Der Kapitän behielt die Nerven und schob am chancenlosen Neuer vorbei ins Eck.

Flick muss mehrmals umbauen

Die Bayern kamen aber mit dem ins Mittelfeld vorgerückten David Alaba schnell zum Anschlusstreffer. Eine Flanke von Benjamin Pavard drückte Choupo-Moting per Kopf in die Maschen. Danach musste Flick noch einmal umbauen. Für den verletzten Süle kam Jérôme Boateng, der nun definitiv keinen neuen Vertrag erhält.
Während Paris in der ersten Halbzeit gnadenlos effektiv war und die wenigen Chancen eiskalt nutzte, vergab Neymar sieben Minuten nach der Pause und scheiterte an Neuer. Zum Glück für die Bayern, die weiter drückten. Belohnt wurden die kämpfenden Gastgeber nach einem Freistoß. Unbedrängt köpfte Müller die Vorlage von Joshua Kimmich am starken PSG-Tormann Keylor Navas vorbei ins Netz.
Doch Paris ließ nicht locker und schlug schnell zurück. Mbappé tanzte Boateng aus, schoss durch die Beine des Bayern-Verteidigers zur erneuten Führung ein und sorgte so für eine gute PSG-Ausgangssituation im Rückspiel.

Chelsea wird Favoritenrolle gerecht

Der FC Chelsea hat sich hingegen eine gute Ausgangsposition für das Erreichen des Halbfinals verschafft. Die Mannschaft von Trainer Thomas Tuchel gewann das Viertelfinal-Hinspiel beim FC Porto mit 2:0 (1:0). Die beiden Treffer für die Blues erzielten Mason Mount (32.) und Ben Chilwell (85.).
Aufgrund der Corona-Pandemie wurde das Hinspiel in Sevilla statt im Porto ausgetragen. Das Rückspiel den 13. April findet ebenfalls in Sevilla statt.
Quelle: dpa; sid