DFB-Führung gibt sich letzte Chance

15.01.2021 | 17:57 Uhr
Nach einer mehrstündigen Krisensitzung hat die zerstrittene Führungsspitze des Deutschen Fußball-Bundes angekündigt, sich im eskalierten Machtkampf zusammenzuraufen.
DFB-Generalsekretär Friedrich Curtius (l.) und DFB-Präsident Fritz KellerQuelle: dpa
Ein letztes Zusammenraufen der Alphafiguren Fritz Keller und Friedrich Curtius soll beim Deutschen Fußball-Bund die totale Eskalation verhindern. In einer gemeinsamen Erklärung teilten der DFB-Präsident und sein Generalsekretär nach der rund sechsstündigen außerordentlichen Präsidiumssitzung mit, es noch einmal versuchen zu wollen. Dieses Vorgehen werde von allen Präsidiumsmitgliedern ausdrücklich und einstimmig unterstützt.
"Nach intensiver und konstruktiver Aussprache im DFB-Präsidium werden wir im Sinne des Deutschen Fußball-Bundes, seiner Mitgliedsverbände und seiner Mitarbeiter*innen unverzüglich letztmalig einen gemeinsamen Versuch unternehmen, Regeln und Rollen für eine künftige gemeinsame professionelle Zusammenarbeit zu diskutieren und festzulegen.
Pressemeldung des DFB
Beide Seiten können nach dem mit Spannung erwarteten Showdown somit ihr Gesicht wahren unsd müssen vorerst keine persönlichen Konsequenzen ziehen. Doch schon die Formulierung zeigt: Es wird ein Burgfrieden auf tönernen Füßen.

Konflikt spitzte sich immer weiter zu

Schon im Oktober hatte das Duo betont, die Differenzen schrittweise aufarbeiten zu wollen. Seither hatte sich der Konflikt zwischen dem 63 Jahre alten Präsidenten und dem 44 Jahre alten Generalsekretär noch weiter zugespitzt.
Im Machtkampf zwischen dem Präsidenten Fritz Keller und Generalsekretär Friedrich Curtius steht dem DFB eine Krisensitzung des Präsidiums ins Haus. Es ist unklar, wie das Treffen ausgeht.
Durch gegenseitig vorgebrachte Anschuldigungen und diskreditierende Informationen, die in den vergangenen Wochen von beiden Fraktionen immer wieder geschickt an die Medien weitergegeben wurden, war der Konflikt zwischen Keller und Curtius immer weiter hochgekocht. Zuletzt hatte die Deutsche Fußball Liga (DFL) Partei für Keller ergriffen und Curtius aufgrund fehlenden Vertrauens von Sitzungen des Ligaverbandes ausgeschlossen.
Quelle: SID, dpa

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