Werder beendet Regensburgs Pokal-Traum

07.04.2021 | 20:29 Uhr
Werder Bremen steht im Halbfinale des DFB-Pokals. Die Mannschaft von Trainer Florian Kohfeldt setzte sich im Viertelfinale mit 1:0 gegen Zweitligist Jahn Regensburg durch.
Kein Elfmeter-Krimi, keine Überraschung: Werder Bremen hat den Pokal-Wahnsinn von Jahn Regensburg beendet und darf selbst weiter vom ersten Titel seit 2009 träumen.
Die Mannschaft von Trainer Florian Kohfeldt gewann das wegen mehrerer Regensburger Corona-Fällen verschobene Viertelfinale beim Zweitliga-14. glanzlos, aber verdient mit 1:0 (0:0). Yuya Osako (52. Minute) war mit seinem ersten Saisontor für die Bremer erfolgreich. Die nächste Hürde ist jedoch ungleich höher: Der Bundesliga-13. trifft im Halbfinale am 30. April auf Spitzenteam RB Leipzig.
Jetzt geht erst mal der Fokus auf die Liga und noch nicht auf Leipzig. Da müssen wir noch ein paar Punkte holen.
Marco Friedl, Werder Bremen

Auftrieb für Bremens Bundesliga-Programm

Werder wollte unbedingt dieses Pokal-Erfolgserlebnis. Es sollte schließlich auch für die Bundesliga Auftrieb geben, in der in den wegweisenden Wochen für den Klassenverbleib zunächst die Schwergewichte Leipzig und Dortmund warten.
K.o. im Elfmeterschießen: Der 1. FC Köln ist im Achtelfinale des DFB-Pokals beim Zweitligisten Jahn Regensburg ausgeschieden.
Die Bremer hatten in der frostigen Oberpfalz spielerische Vorteile, die Regensburger traten defensiv jedoch sehr organisiert auf. Werder fehlte das Tempo, um Lücken in der Deckung offenzulegen. Torchancen waren Mangelware.
So gut wie keine Aufwärmgelegenheiten ergaben sich für die Keeper Alex Meyer und Jiri Pavlenka. Nur Milot Rashica (26. Minute) versuchte es für Werder in Durchgang eins mit einem zielstrebigen Schuss, den hatte Meyer jedoch ganz sicher.

Friedls Traumpass leitet Siegtreffer ein

Die zweite Halbzeit nahm sofort Fahrt auf. Nach einem schnell ausgeführten Einwurf von Sebastian Stolze zielte der dänische Stürmer Albers (48.) aus zehn Metern knapp über Pavlenkas Kasten. Dann krachte es - jedoch nur am Aluminium. Moisanders (50.) Kopfball krachte nach einer Ecke an den Pfosten.
Mit einem zentimetergenauen, langen Ball überrumpelte dann Marco Friedl die komplette Deckung der Oberpfälzer, Osako nahm die Kugel mit der Brust auf und vollendete aus der Drehung.

Regensburg mit Großchance in der Schlussphase

Die Bremer überbrückten nun immer wieder schnell das Mittelfeld. In der 66. Minute scheiterte Osako mit der Entscheidung frei vor Meyer. Die Regensburger hielten dagegen. Im Angriff fanden sie aber einfach kein Mittel gegen die sichere Werder-Verteidigung, die in der Schlussphase doch noch wackelte - aber dicht hielt.
Vor allem in der 89. Minute wurde es ganz turbulent im Bremer Strafraum, die Gäste konnten den Ball jedoch mit vereinten Kräften aus der Gefahrenzone befördern.
Quelle: dpa; sid