: DFB-Bundesgericht verkürzt Sperre für Erdmann

13.10.2021 | 14:30 Uhr
Die Sperre für Dennis Erdmann vom 1. FC Saarbrücken wegen Rassismus-Vorwürfen ist vom DFB-Bundesgericht um zwei Spiele verkürzt worden. Diese wurden auf Bewährung ausgesetzt.
Im Rassismusverfahren gegen Dennis Erdmann vom 1. FC Saarbrücken hat das DFB-Bundesgericht die Strafe reduziert, von acht auf sechs Wochen. Damit darf Erdmann jetzt wieder spielen.
Die Sperre für Drittliga-Spieler Dennis Erdmann vom 1. FC Saarbrücken wegen Rassismus-Vorwürfen ist vom DFB-Bundesgericht verkürzt worden. In der Berufungsverhandlung am Mittwoch in Frankfurt/Main änderte das Gremium das Strafmaß für den 30-Jährigen.

Auch die Geldstrafe für Erdmann wurde gestrichen

Die noch bis Ende der ursprünglichen Sperre am 25. Oktober ausstehenden zwei Spiele wurden bis zum Ende der laufenden Saison auf Bewährung ausgesetzt. "Es war eine flotte Verhandlung", berichtet ZDF-Reporterin Claudia Neumann aus Frankfurt.
Der Grund dafür sei eine vorherige Absprache zwischen dem Erdmann-Anwalt Horst Kletke und dem DFB-Kontrollausschuss gewesen, so Neumann. Erdmann hat bereits fünf Spiele aussetzen müssen. Zudem wurde die Geldstrafe in Höhe von 3.000 Euro gestrichen, wie der Deutsche Fußball-Bund mitteilte.
Das DFB-Bundesgericht hat die Sperre für Dennis Erdmann wegen Rassismus-Vorwürfen verkürzt. ZDF-Reporterin Claudia Neumann hat den Prozess in Frankfurt beobachtet.
Einen entsprechenden Antrag auf Änderung des Strafmaßes hatte der DFB-Kontrollausschuss gestellt. Erdmanns Klub Saarbrücken hatte Einspruch gegen das Urteil des DFB-Sportgerichts eingelegt. Erdmann soll in der Partie der Saarländer am 25. August gegen den 1. FC Magdeburg mehrere Gegenspieler rassistisch beleidigt haben, wie Zeugen des sächsisch-anhaltinischen Klubs versicherten.

Erdmann weist Anschuldigungen zurück

Der Abwehrspieler wies die Anschuldigungen mehrfach zurück. Kletke erklärte nach DFB-Angaben in der Verhandlung, dass die eingelegte Berufung auf das Strafmaß beschränkt sei. Der Spieler habe zwar die ihm unterstellten Äußerungen nicht getätigt, aber wenn es zu Missverständnissen gekommen sei, dann täte dies Erdmann leid.
"Strafmildernd hat das Bundesgericht trotz der schwerwiegenden Vorfälle berücksichtigt, dass den 13 Zeugen durch dieses fiktive Geständnis die erneute Vernehmung und Belastung erspart blieb", erklärte der Vorsitzende Richter Achim Späth. Das Urteil des Bundesgerichts ist bindend.
Am Ende hätten sich beide Parteien als Sieger gefühlt, so Neumann, weil "keiner der Lüge überführt werden konnte". Es bräuchte eine "große Portion Eigenverantwortung aller Beteiligen im Fußball, gegen Rassismus vorzugehen".
Das DFB-Sportgericht hat Dennis Erdmann von Drittligist 1. FC Saarbrücken wegen rassistischer Äußerungen für acht Wochen gesperrt. Sein Verein legte Berufung ein.
Quelle: dpa