FAQ

: Das sollten Sie zur EM in England wissen

07.07.2022 | 04:45 Uhr
In England wird vom 6. Juli bis 31. Juli 2022 die Fußball-EM der Frauen ausgetragen. ARD und ZDF zeigen alle Spiele live. Mehr Informationen zum Turnier im Überblick.
Im Blickpunkt: die Fußball-EM der Frauen ab 6. Juli in England.Quelle: dpa
Im Juli 2022 wird zum 13. Mal die Fußball-Europameisterschaft der Frauen ausgetragen. England ist nach 2005 zum zweiten Mal Gastgeber der besten europäischen Frauen-Teams.
Die Fußball-EM der Frauen wird normalerweise in ungeraden Jahren im Vierjahres-Rhythmus ausgetragen (bis 1997 alle zwei Jahre). Wegen der Corona-Pandemie und des vollen Terminkalenders in 2021 mit der Fußball-EM der Männer und den Olympischen Spiele in Tokio, wurde das Turnier jedoch um ein Jahr nach hinten verschoben, um der Veranstaltung einen würdigen Rahmen zu geben.

Wann beginnt die Fußball-EM der Frauen?

Das Eröffnungsspiel wird am 6. Juli 2022 im Old Trafford in Manchester angepfiffen, das Finale am 31. Juli im Londoner Wembley-Stadion.
England gegen Österreich: Das Eröffnungsspiel findet in Old Trafford in Manchester statt.Quelle: reuters

Welche Teams sind qualifiziert?

16 Mannschaften nehmen teil. Portugal ersetzt dabei das eigentlich qualifizierte Russland, das vom Turnier wegen des Ukraine-Krieges ausgeschlossen wurde.
  • Gruppe A: England (8.*), Österreich (21.), Norwegen (11.), Nordirland (47.)
  • Gruppe B: Deutschland (5.), Dänemark (15.), Spanien (7.), Finnland (29.)
  • Gruppe C: Niederlande (4.), Schweden (2.), Schweiz (20.), Portugal (30.)
  • Gruppe D: Frankreich (3.), Italien (14.), Belgien (19.), Island (17.)
(*in Klammern die aktuelle Platzierung in der FIFA-Weltrangliste, an deren Spitze die US-Weltmeisterinnen stehen)
Das Team von Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg hatte eine perfekte Qualifikation hingelegt. Acht Siege aus acht Spielen geben berechtigte Hoffnung, dass das Team besser abschneidet als zuletzt bei der enttäuschend verlaufenen WM 2019. Dort war man im Viertelfinale an Schweden gescheitert.

Wie ist der Spielmodus?

Die Frauen-EM 2022 wird im gewohnten Turniermodus ausgetragen. Die 16 Teams spielen die Vorrunde in vier Vierergruppen. Die Erst- und Zweitplatzierten jeder Gruppe kommen weiter ins Viertelfinale. Ab diesem Zeitpunkt wird im K.o.-Modus gespielt. Ein Spiel um Platz drei gibt es nicht. 

Wer ist Titelverteidiger?

Die Niederlande gewannen das EM-Finale 2017 im eigenen Land. Im Finale bezwangen sie Dänemark 4:2 (2:2). Die damaligen Titelverteidigerinnen aus Deutschland schieden gegen die Däninnen im Viertelfinale 1:2 (1:0) aus. Davor gewann Deutschland acht Mal den Titel. Norwegen war zweimal erfolgreich, Schweden und die Niederlande je einmal.
Europameisterinnen von 2017: das Oranje-Team aus den Niederlanden.Quelle: epa

Wo wird gespielt?

  • Brighton & Hove: Brighton & Hove Community Stadium, 30.000 Zuschauer
  • London: Brentford Community Stadium, 17.000 Zuschauer
  • London: Wembley Stadium, 89.000 Zuschauer
  • Manchester: Manchester City Academy Stadium, 7.000 Zuschauer
  • Manchester: Old Trafford, 74.000 Zuschauer
  • Milton Keynes: Stadium MK, 30.000 Zuschauer
  • Rotherham: New York Stadium, 12.000 Zuschauer
  • Sheffield: Bramall Lane, 30.000 Zuschauer
  • Southampton: St. Mar's Stadium, 32.000 Zuschauer
  • Wigan & Leigh: Leigh Sports Village, 12.000 Zuschauer

Wer überträgt die EM im TV und im Livestream?

ARD und ZDF werden alle 31 EM-Spiele im TV und als Stream in den Mediatheken übertragen. Dazu gehören alle Partien mit deutscher Beteiligung, das Eröffnungsspiel (ARD) und das Finale (ARD).
ARD und ZDF haben sich auf diese Verteilung geeinigt:
  • ZDF:Deutschland - Dänemark (8. Juli, 21 Uhr)
  • ARD: Deutschland - Spanien (12. Juli, 21 Uhr)
  • ZDF: Finnland - Deutschland (16. Juli, 21 Uhr)
Bei einem Weiterkommen der deutschen Mannschaft überträgt die ARD das deutsche Viertfinale und das ZDF ein mögliches Halbfinale.
Die Partien im ZDF werden sowohl im TV als auch in der ZDFmediathek (in Deutschland) per App auf Tablet, Smartphone oder Smart-TV sowie über HbbTV zu sehen sein.
Sämtliche Spiele gibt es außerdem im ZDF-Liveticker inkl. Spielplan und Tabellen.

Wer ist die ZDF-Expertin zur Frauen-EM 2022?

Kathrin Lehmann ist ein Multitalent: Neben den Europapokalsiegen im Fußball mit dem FCR 2001 Duisburg und im Eishockey mit dem schwedischen Klub AIK Solna gewann sie mit der Schweizer Eishockey-Nationalmannschaft bei der WM 2012 Bronze.
Kathrin Lehmann, ZDF-Expertin für die Fußball-EM 2022 der Frauen, hat eine bemerkenswerte sportliche Erfolgsgeschichte geschrieben.Quelle: ZDF
Und im vergangenen Jahr feierte sie als 41-Jährige weitere Meistertitel sowohl im Fußball als auch im Eishockey: Sie sprang als Torhüterin beim FC Bayern München ein und war zudem weiter als Stürmerin für die ESC Planegg-Würmtal aktiv - beide Vereine gewannen die nationalen Titel.
Kathrin Lehmann ist auch als Fußballtrainerin aktiv, besitzt die DFB-Trainer- und Torwarttrainerlizenz sowie den Schiedsrichterschein.

Wie hoch ist das Preisgeld?

Die UEFA schüttet insgesamt 16 Millionen Euro Preisgeld bei der EM aus - doppelt so viel wie 2017. Die teilnehmenden Verbände erhalten erstmals eine Startprämie von 600.000 Euro. Zudem gibt es erstmals in der Gruppenphase Prämien für einen Sieg (100.000 Euro) und für ein Unentschieden (50.000 Euro).
Das Erreichen des Viertelfinales wird mit zusätzlich 205.000 Euro belohnt, das Erreichen des Halbfinales mit 320.000 Euro. Der Gewinner des Endspiels erhält zusätzlich 660.000 Euro. Insgesamt kommen die Titelträgerinnen im besten Falle - bei drei Siegen in der Gruppenphase - auf insgesamt 2,085 Millionen Euro an Preisgeld.

Rückblick: Turnierbilanz der DFB-Frauen

DFB-Frauen EM-Rekordsiegerinnen

Quelle: ap
Deutschland gewann insgesamt achtmal den EM-Titel und ist damit unangefochtener Rekordsieger.

Das Abschneiden des DFB-Teams seit 1989 im Überblick:

  • EM 1989 in BR Deutschland: Europameister (Finale gegen Norwegen)
  • EM 1991 in Dänemark: Europameister (Finale gegen Norwegen)
  • EM 1993 in Italien: 4. Platz (im Spiel um Platz 3 gegen Dänemark)
  • EM 1995 ohne Gastgeberland: Europameister (Finale gegen Schweden)
  • EM 1997 in Norwegen/Schweden: Europameister (Finale gegen Italien)
  • EM 2001 in Deutschland: Europameister (Finale gegen Schweden)
  • EM 2005 in England: Europameister (Finale gegen Norwegen)
  • EM 2009 in Finnland: Europameister (Finale gegen England)
  • EM 2013 in Schweden (Foto): Europameister (Finale gegen Norwegen)
  • EM 2017 in den Niederlanden: Viertelfinal-Aus gegen Dänemark
  • EM 2022 in England: qualifiziert

Zwei WM-Titel

1991 in China: 4. Platz

1995 in Schweden: 2. Platz

1999 in USA: Aus im Viertelfinale

2003 in USA: Weltmeister

2007 in China: Weltmeister

2011 in Deutschland: Aus im Viertelfinale

2015 in Hanada: 4. Platz

2019 in Frankreich: Aus im Viertelfinale

Ein Olympiasieg und dreimal Bronze

1996 in Atlanta: Aus in der Vorrunde

2000 in Sydney: Bronze

2004 in Athen: Bronze

2008 in Peking: Bronze

2012 in London: nicht qualifiziert

2016 in Rio: Gold

2021 in Tokio: nicht qualifiziert

Quelle: ZDF

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