: Italien löst EM-Ticket gegen Ukraine

20.11.2023 | 22:59 Uhr
Italien hat's geschafft. Der Mannschaft von Trainer Luciano Spalletti genügte ein 0:0, um sich direkt für die EM zu qualifizieren. Die Ukraine muss nun in die Play-offs.

Die EM 2024 findet mit Titelverteidiger Italien statt. Die Squadra Azzurra qualifizierte sich in Leverkusen mit einem 0:0 gegen die Ukraine für das Turnier in Deutschland.

21.11.2023 | 02:59 min
Mit beherztem Offensivfußball, aber ohne Treffer hat sich Europameister Italien im mitreißenden "Finale der Gruppe C" gegen die Ukraine das Ticket für die EM in Deutschland gesichert.
In Leverkusen genügte dem Titelverteidiger ein 0:0, um Tabellenplatz zwei hinter England zu behaupten. Die mit 14 Zählern punktgleiche Ukraine hingegen muss als Dritter den Umweg über die Play-offs im März nehmen.

Italien verhindert weiteres Debakel

Im September war Nationaltrainer Luciano Spalletti angetreten, um nach der verpassten WM-Endrunde in Katar ein weiteres Debakel der Squadra Azzurra abzuwenden - und dank des 5:2-Siegs über Trauma-Gegner Nordmazedonien hatte Italien gegen die Ukraine alle Trümpfe in der Hand.

Italien hat Angstgegner Nordmazedonien besiegt und kann auf eine direkte EM-Teilnahme hoffen. Die Squadra Azzurra geht nun mit guter Ausgangsposition ins Finale gegen die Ukraine.

18.11.2023 | 02:59 min
Doch auch der kriegsgebeutelte Gegner, der sich im polnischen Danzig auf sein "Heimspiel in der Fremde" vorbereitet hatte und am Samstag nach Deutschland gereist war, rechnete sich "gute Chancen" aus, wie Ukraine-Coach Serhij Rebrow verkündete: "Ich brauche niemanden in der Mannschaft extra zu motivieren."

Fair auf dem Platz, fair auf den Rängen

In der BayArena sorgten dann die fast 30.000 Zuschauerinnen und Zuschauer schon vor Anpfiff für Gänsehaut, während sich über dem Mittelkreis ein riesiges Ukraine-Trikot erstreckte: Zunächst schallte "Il Canto degli Italiani" inbrünstig aus den Kehlen der Tifosi, ehe die Gästefans bei der ukrainischen Hymne lautstark applaudierten.

Polen hat durch das 1:1 gegen Tschechien das direkte EM-Ticket verpasst. Die Polen beenden die Gruppe bestenfalls auf Rang drei. Tschechen reicht am Montag ein Remis gegen Moldau.

18.11.2023 | 02:55 min
Auch auf dem Platz ging es fair, aber feurig los, beide Teams drangen immer wieder gefährlich nach vorne. Die beste Chance vergab Italiens Topstürmer Federico Chiesa (6.) aus kürzester Distanz, auf der Gegenseite musste Keeper Gianluigi Donnarumma (14.) sein ganzes Können gegen Georgij Sudakow aufbringen.
Nach etwa 20 Minuten beruhigte sich das Geschehen kurzzeitig, beide Seiten standen nun kompakter. Dann aber legte Italien gleich mehrere Gänge zu, der Torschrei lag den Tifosi auf den Lippen, doch David Frattesi (29.) und Co. ließen Chance um Chance ungenutzt.

Ukraine mit Pech in der Nachspielzeit

Auch nach dem Seitenwechsel gab die Azzurri zunächst den Ton an, doch die Ukraine kämpfte sich mit Eifer zurück - und plötzlich schwamm Italien. Nach Michailo Mudryks Schuss aus spitzem Winkel war Donnarumma (65.) erneut in höchster Not zur Stelle, wenig später parierte der Kapitän auch gegen Viktor Tsygankow (66.).
Richtig Glück hatten die Italiener in der dritten Minute der Nachspielzeit, als es nach einem Tackling von Francesco Acerbi gegen Michailo Mudryk im Strafraum keinen Elfmeter gab.

Slowenien und Tschechien gewinnen ihre "Endspiele"

Slowenien und Tschechien stehen als zwei weitere Teilnehmer der EM 2024 fest. Slowenien entschied sein "Endspiel" in der Gruppe H gegen Verfolger Kasachstan mit 2:1 (1:0), Tschechien besiegte Moldau im Showdown der Gruppe E souverän mit 3:0 (1:0).
Vor Tschechien und Slowenien hatten bereits Deutschland als Gastgeber sowie 16 weitere Mannschaften nach erfolgreicher Qualifikation als Teilnehmer am EM-Turnier im kommenden Sommer festgestanden. Insgesamt treten bei der zweiten EM-Endrunde auf deutschem Boden nach der Premiere vor 35 Jahren 24 Teams an.

Julian Nagelsmanns Heimdebüt als Fußball-Bundestrainer ist gründlich misslungen. Die deutsche Nationalmannschaft verlor im Berliner Olympiastadion gegen die Türkei 2:3 (1:2).

18.11.2023 | 02:58 min
Quelle: dpa, SID

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