: 2:0 - DFB-Elf enttäuscht gegen Liechtenstein

von Chr. Nürnberger
02.09.2021 | 22:34 Uhr
Erfolgreicher, aber trotzdem enttäuschender Einstand von Hansi Flick. Mit einem mageren 2:0-Sieg gegen Liechtenstein hat die DFB-Elf die WM-Qualifikation fortgesetzt.
Kai Havertz gratuliert Torschütze Timo Werner (von links). Links Robin Gosens.Quelle: EPA/Gian Ehrenzeller
Auf Fußball-Bundestrainer Hansi Flick wartet noch viel Arbeit. Zwar gab's zu seinem Einstand einen Sieg, das 2:0 in der WM-Qualifikation gegen Liechtenstein war aber eindeutig zu wenig. In der Offensive enttäuschte die DFB-Elf auf der ganzen Linie. Die Tore erzielten Timo Werner (41. Minute) und Leroy Sane (77.).

DFB-Elf startet mit guten Chancen

Nach gutem Beginn mit dicken Chancen von Timo Werner und Joshua Kimmich, die am starken Liechtensteiner Keeper Benjamin Büchel scheiterten, tat sich die DFB-Elf gegen den couragiert verteidigenden Außenseiter lange schwer. Ein Pfostenkopfball von Robin Gosens war neben dem Treffer von Werner (41.) die beste Chance vor der Halbzeit.
Aller Anfang ist nicht immer ganz einfach. Armenien wollen wir anders bespielen. Man muss mehr Tore schießen. Es geht weiter, wir gehen unseren Weg. Wir haben einen langen Weg vor uns.
Hansi Flick
Ansonsten gab’s viel Leerlauf im deutschen Spiel, von dem von Bundestrainer Hansi Flick geforderten Tempo war wenig zu sehen. Deutschland belagerte zwar durchgehend den Strafraum, kam aber nur selten zum Abschluss. Allzuoft verzettelte sich die DFB-Elf im Klein-Klein-Spiel. So leicht wie erhofft waren die tapferen Liechtensteiner nicht auszuspielen, es fehlten Wucht, Präzision, Ideen, Leidenschaft.

Flicks Wechsel verpuffen

Auch in der zweiten Halbzeit fand die Mannschaft von Hansi Flick kein Konzept. Erst in der 58. Minute gab’s die nächste Gelegenheit, diesmal kam Ilkay Gündogan an Büchel nicht vorbei.
Es war ein komisches Spiel, weil der Gegner sehr, sehr, sehr tief verteidigt hat. So etwas habe ich noch nie gesehen.
Joshua Kimmich
Flick reagierte in der 60. Minute und brachte Jonas Hofmann für Ridle Baku, Marco Reus für Jamal Musiala und Serge Gnabry für Kai Havertz. Die Wirkung fiel bescheiden aus. Liechtenstein - in der Weltrangliste auf Platz 189 - verteidigte nach wie vor mit zehn Mann im eigenen Strafraum, die deutsche Mannschaft fand keinen Weg durch das Bollwerk - auch, weil die Fehlpass-Quote hoch war.

Sane trifft zum 2:0

Erst in der 77. Minute deutete sich Besserung an, als sich Leroy Sane (einer der Besten im deutschen Team) im Strafraum durchsetzte und das 2:0 erzielte. Es blieb bei der Andeutung, die DFB-Elf fand bis zum Abschluss keinen Plan.
Mit Material von heimspiel.de

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