: Söder zur K-Frage: "Heute keine Entscheidung"

12.04.2021 | 16:58 Uhr
Das CSU-Präsidium hat sich nach Worten von Generalsekretär Markus Blume einstimmig für Parteichef Markus Söder als Kanzlerkandidaten der Union ausgesprochen.
Das CSU-Präsidium hat sich am Montag einstimmig für CSU-Chef Markus Söder als Kanzlerkandidaten der Union ausgesprochen. Es gebe in der CSU die Überzeugung, dass Söder der am besten geeignete Kandidat der Union sei, sagte CSU-Generalsekretär Markus Blume im Anschluss an die Sitzung des Präsidiums. Nun solle in einer "Verhandlungsdelegation" von CDU und CSU über den Kanzlerkandidaten beraten werden.
Damit gebe es nun eine Empfehlung der CDU-Spitze für Armin Laschet, eine Empfehlung der CSU für Söder - und es gebe eine "deutliche Mehrheitsmeinung" in der deutschen Bevölkerung, erklärte Blume.
Söder sagte in München: "Das sind jetzt keine einfachen Tage, aber es geht um eine entscheidende Weichenstellung." Umfragen seien nicht alles, "aber sie sind ein deutlicher Maßstab", sagte Söder und fügte hinzu:
Wir können uns nicht abkoppeln von einer Mehrheit der Menschen im Land.
Markus Söder, CSU-Chef

Wer geht ins Rennen um die Kanzlerkandidatur?

Sowohl CDU-Chef Armin Laschet als auch CSU-Chef Markus Söder haben ihre Bereitschaft für die Kanzlerkandidatur signalisiert.

Wann wird die K-Frage beantwortet?

CDU-Präsidium und -Bundesvorstand haben Parteichef Laschet am Vormittag die volle Unterstützung für seine Kanzlerkandidatur zugesagt. Laschet sagte, er werde noch am heutigen Tag das Gespräch mit Söder suchen.
Eines war heute in unseren Gremien erkennbar: Alle wollen eine schnelle Entscheidung. Alle Fakten liegen auf dem Tisch.
Armin Laschet, CDU-Chef

Söder: Keine Zeit für Mitgliederbefragung

Der CSU-Fraktionschef im bayerischen Landtag, Thomas Kreuzer, forderte derweil eine Mitgliederbefragung. "Die Entscheidung über den Kanzlerkandidaten ist nicht nur für die Union, sondern für das ganze Land entscheidend.
Deshalb muss sie auf eine möglichst breite Basis gestellt werden und es verbietet sich, dass dies in engen Führungszirkeln entschieden wird", sagte Kreuzer am Montag in München. Er fordere deswegen eine Mitgliederbefragung sowohl bei der CDU als auch bei der CSU.
Söder sieht keine Möglichkeit, zur Wahl des Unions-Kanzlerkandidaten eine Mitgliederbefragung zu machen. Dafür sei die Zeit zu kurz, sagte Söder während der Pressekonferenz. Es müsse aber in die Bundestagsfraktion hineingehört werden. Dazu sei er bei der Sitzung der Fraktion am Dienstag bereit. Er rechne damit, dass die Entscheidung über den Kanzlerkandidaten der Union im Lauf der Woche fallen werde.
Quelle: ZDF, dpa, Reuters

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