Kampf gegen Cybermobbing

von Anna Kleiser
14.02.2021 | 21:45 Uhr
Jedes vierte Opfer von Cybermobbing hatte bereits Suizid-Gedanken. Nach dem Tod einer jungen Frau weisen viele Prominente verstärkt auf das Problem "Hass im Netz" hin.
Hassnachrichten und Shitstorms im Netz sind ein zunehmendes Problem. Die Influencerin Louisa Dellert warnt im Interview mit ZDFheute: "Das kann ganz, ganz gefährlich sein, weil man da wirklich eine ganz falsche Wahrnehmung von sich selbst bekommen kann." Die Folgen sind erschreckend: Jedes vierte Opfer von Cybermobbing hat Suizid-Gedanken geäußert, wie aus einer Studie vom "Bündnis gegen Cybermobbing" hervorgeht.
Derzeit warnen viele Prominente vor den gefährlichen Folgen von Hass im Netz. Auslöser dafür war der Tod von dem Model Kasia Lenhardt. Sie war 2012 Finalistin bei "Germany's Next Topmodel". Nach ihrer Trennung von Fußballstar Jérôme Boateng war Lenhardt vielen Hassnachrichten ausgesetzt. Die Ursache für ihren Tod am vergangenen Mittwoch ist noch unklar, laut Polizei habe es keine Anzeichen für Fremdeinwirkung gegeben.
Sollten Sie Suizid-Gedanken haben, bleiben Sie damit nicht allein. Wenden Sie sich an Ihr Umfeld oder professionelle Anlaufstellen:
Telefonseelsorge: 0800 111 0 111 oder 0800 111 0 222
„Nummer gegen Kummer“ für Kinder und Jugendliche: 116 111
Die Aktivistin Louisa Dellert kämpft öffentlich mit viel Kraft gegen Hass im Netz. Sie macht sichtbar, was geschieht und zeigt wie man sich wehren kann. Es gibt Organisationen, die dabei unterstützen.