: Afrika: Wichtige Impfprogramme gestoppt

von Jenifer Girke
08.05.2021 | 15:01 Uhr
Kinderlähmung oder Malaria sind für Entwicklungsländer wie den Südsudan neben Corona tödliche Gesundheitsgefahren. Doch viele Impfprogramme sind ins Stocken geraten.
In Afrika werden wegen der Pandemie viele Mädchen und Jungen nicht mehr gegen Kinderlähmung und Masern geimpft.
Im Südsudan sterben nach wie vor viele Kinder unter fünf Jahren. Der Grund sind häufig Krankheiten wie Kinderlähmung oder Masern. Was ihr Leben retten kann: Schutzimpfungen.
Möglichst viele Kinder auf einmal zu impfen - das ist das Ziel von Impfkampagnen. Doch genau das passt nicht zu Abstandsregeln und Ausgangsbeschränkungen in Corona-Zeiten. Die Folge: Viele Impfkampagnen werden verschoben oder abgesagt. So kommt es zu neuen Ausbrüchen der Krankheiten, die etliche Kinder und Familien bedrohen.
Gleichzeitig kämpft das Land gegen eine relativ hohe Impfskepsis gegenüber Corona-Vakzine. Die Pandemie in den Griff kriegen und gleichzeitig den Vormarsch tödlicher Krankheiten verhindern: "Leider haben wir keine Wahl. Wir müssen an allen Fronten aktiv und wachsam sein. Die routinemäßigen Impfprogramme müssen fortgesetzt werden, denn es ist ein Grundrecht eines jeden Kindes, dieses Paket an Impfstoffen zu erhalten. Es wird eine harte Zeit, aber es ist eine Aufgabe, der wir uns stellen müssen", sagt George Fom Ameh, Chief of Health von Unicef Südsudan.
Quelle: ZDF