: Multiple Sklerose: Behandelbar, nicht heilbar

von J. Girke und J. Sagmeister
30.05.2021 | 13:44 Uhr
Der 30. Mai ist Welt-MS-Tag. Lina lebt seit 2,5 Jahren mit der Krankheit. Sie will aufklären und zeigt, was es bedeutet mit der Krankheit zu leben - an guten wie schlechten Tagen.
Vor zweieinhalb Jahren hatte Lina ihren ersten Schub: Sie hatte kein Gleichgewicht mehr, konnte nicht mehr laufen und nichts mehr sehen. "Ich war in der Zeit ein kompletter Pflegefall", erzählt die heute 23-Jährige.
Die Diagnose: Multiple Sklerose. Ihr Leben änderte sich schlagartig.
Die gelernte Hotelfachfrau wollte damals eigentlich nach Ibiza auswandern. Der Arbeitsvertrag war unterschrieben, die Koffer waren gepackt. Zwei Wochen vor Abflug bekam sie die Diagnose MS - ihr Traum platzt.
Doch Lina bleibt optimistisch, kehrt zu ihrem alten Arbeitgeber in München zurück und führt seit dem ein fast normales Leben. Dank moderner Therapien ist das inzwischen für viele MS-Patientinnen und -Patienten möglich.
Weltweit rund 2,8 Millionen Menschen sind an der Autoimmunerkrankung Multiple Sklerose erkrankt. Der Welt-MS-Tag soll darauf aufmerksam machen. Lina setzt sich vor allem auf Instagram für ein differenziertes Bild der Krankheit ein, denn "MS muss nicht immer bedeuten, dass man im Rollstuhl landet", sagt sie.
Sehen Sie im Video, wie Lina mit ihrer Erkrankung umgeht und warum sie die MS heute als ihren "Freund, nicht als Feind" bezeichnet:
MS-Erkrankte müssen sich zu oft für ihre Beschwerden rechtfertigen, erzählt Lina: "Leute, hört auf zu urteilen, bevor ihr die Menschen wirklich kennt, weil ihr wisst nicht, was hinter so einer Krankheit steckt."