Vergewaltigung als Kriegsführung

11.10.2020 | 16:44 Uhr
Es gibt Kriege, in denen es gefährlicher ist, eine Frau zu sein, als ein Soldat. In denen die Körper von Frauen zur Kriegsführung genutzt werden.
Sie werden vergewaltigt, versklavt, misshandelt - Gewalt gegen Frauen und Mädchen wird in vielen Kriegen und Konflikten als strategisches Mittel der Kriegsführung eingesetzt. Die britische Journalistin Christina Lamb reist seit vielen Jahren in Kriegs- und Krisengebiete. Sie hat mit Frauen gesprochen und sich ihre Geschichten angehört.
Oft leiden die Frauen noch Jahrzehnte später unter den Verbrechen, die ihnen angetan wurden. Doch diese werden nur sehr selten strafrechtlich geahndet. Ihr Leid und ihre Geschichten finden sich außerdem kaum in den Geschichtsbüchern wieder. Dabei sei Vergewaltigung "keine Nebensächlichkeit", sondern werde "als Waffe benutzt". „Aber wir verschließen immer noch die Augen davor“, sagt Christina Lamb im Interview zu ihrem neuen Buch. Mehr dazu erzählt sie im Video:
Sexuelle Gewalt gegen Frauen wird in fast allen Konfliktregionen dieser Welt als strategische Kriegsführung benutzt. Das Leid, das Frauen in Kriegen erleben, bleibt im Hintergrund.