Bauland so teuer wie nie

16.09.2020 | 10:50 Uhr
Viele Deutsche träumen vom Eigenheim. Günstige Zinsen locken, doch vor allem in den Zentren gibt es eine teure Hürde.
Bauland ist teuer - grundsätzlich steigen die Kaufwerte mit der Gemeindegröße.Quelle: Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild
Bauland in Deutschland ist so teuer wie nie. Im Jahr 2019 waren pro Quadratmeter durchschnittlich 189,51 Euro fällig: Das ist ein Rekordhoch, hat das Statistische Bundesamt errechnet. Vor allem in Ballungsräumen ist die Nachfrage nach Wohnraum gewaltig, doch es fehlt an Bauland. Zehn Jahre zuvor war ein Quadratmeter nach Angaben der Wiesbadener Behörde im Schnitt noch für rund 122 Euro zu haben.

Preise in Berlin und Hamburg am höchsten

Im vergangenen Jahr mussten Investoren besonders viel in den Millionenstädten Berlin und Hamburg zahlen: In der Bundeshauptstadt kostete der Quadratmeter Bauland im Schnitt 1.328,48 Euro, in Hamburg waren es 1.157,91 Euro. Im ebenfalls vergleichsweise teuren Bayern lag der Durchschnittspreis bei 301,75 Euro pro Quadratmeter.
Aufgrund hoher Immobilienpreise und hoher Mieten zieht es seit vielen Jahren Menschen zum Wohnen hinaus aufs Land. In Coronazeiten stellt sich dies als großer Vorteil heraus.
Am niedrigsten waren die durchschnittlichen Kaufwerte mit jeweils unter 60 Euro pro Quadratmeter in den drei ostdeutschen Bundesländern Thüringen (49,67 Euro), Sachsen-Anhalt (52,19 Euro) und Mecklenburg-Vorpommern (56,10 Euro). Nach Erkenntnissen der Statistiker steigen die durchschnittlichen Kaufwerte grundsätzlich mit der Gemeindegröße. In Kommunen mit weniger als 2.000 Einwohnern wurden im Schnitt 66,04 Euro pro Quadratmeter bezahlt. In den 14 größten Städten der Republik mit mindestens 500.000 Einwohnern war es etwas mehr als das 17-Fache: 1.128,33 Euro.
Quelle: dpa

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