BER jetzt "funktionsfähiger Flughafen"

19.10.2020 | 12:33 Uhr
Knapp vier Monate ist der Hauptstadtflughafen im Probebetrieb gelaufen. Am 31. Oktober soll der BER nach jahrelangen Verzögerungen in Betrieb gehen. Der Betreiber ist optimistisch.
Beim Bau seien zwar "Fehler" passiert, so der Geschäftsführer des BER-Flughafens Engelbert Lütke Daldrup. Doch am 31. Oktober gehe der neue Berliner Flughafen "endlich ans Netz".
Der neue Hauptstadtflughafen BER ist laut der Betreibergesellschaft FBB bereit für die Inbetriebnahme.

BER hat alle nötigen Genehmigungen

Das ist das Ergebnis eines seit April organisierten Probebetriebs, wie Flughafenchef Engelbert Lütke Daldrup erklärte. "Unser Hauptziel des Probebetriebs wurde erreicht."
Wir haben aus dem fertiggestellten Gebäude einen funktionsfähigen Flughafen gemacht.
Flughafenchef Engelbert Lütke Daldrup
Alle nötigen Genehmigungen wurden demnach erteilt. Seit Anfang dieses Jahres seien Mitarbeiter der Flughafengesellschaft und der verschiedenen Partner auf die Eröffnung vorbereitet worden, erklärte die Flughafengesellschaft.
Zusätzlich waren demnach seit April jeden Dienstag und Donnerstag rund 400 Komparsen auf dem Flughafengelände zu Gast, um Arbeitsabläufe zu proben. Fast 10.000 Komparsen konnten den BER so kennenlernen, rund 179.000 Gepäckstücke wurden probeweise abgefertigt, 54.000 Buchungen für 2.350 fiktive Flüge wurden vorgenommen.

BER-Eröffnung am 31. Oktober

Zur Eröffnung des Flughafens rechnet die Flughafengesellschaft aufgrund der Corona-Pandemie mit niedrigen Passagierzahlen. Daldrup rechnet für den ersten Betriebstag am 31. Oktober am Hauptterminal T1 mit rund 5.000 Fluggästen. Wenn eine Woche später der Flughafen Tegel schließt, würden am T1 dann rund 16.000 Passagiere abgefertigt, sagte Lütke Daldrup am Montag. Weitere 8.000 Fluggäste würden über den Flughafen Schönefeld reisen, der als Terminal 5 des BER dient.
Ende des Monats soll der Berliner Hauptstadtflughafen eröffnet werden. Der Chef des Flughafens lud heute bereits zu einem Rundgang ein.
Insgesamt liege damit die Auslastung zu Beginn des Flugbetriebs am BER lediglich bei rund 20 Prozent des im Oktober und November üblichen Niveaus, an den Wochenenden etwas höher bei rund einem Drittel. "Wir haben natürlich dadurch ausreichende Kapazität, um auf alle Störungen reagieren zu können. Darauf haben wir uns intensiv auch in Sonderprozessen vorbereitet."
Am ersten Betriebstag werden parallel eine Maschine der britischen Fluggesellschaft Easyjet sowie eine Maschine der Lufthansa ankommen.
Quelle: AFP

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