Bayer will bei Produktion helfen

17.01.2021 | 09:47 Uhr
Der Pharmakonzern Bayer will prüfen, ob eine groß angelegte Impfstoff-Produktion im eigenen Haus möglich sei. Dafür wolle man "alle Hebel" bewegen, sagt Konzern-Chef Baumann.
Bayer prüft, ob eine Impfstoff-Produktion im eigenen Haus möglich wäre.Quelle: Oliver Berg/dpa/Archivbild
Vor dem Hintergrund der Knappheit an Corona-Impfstoffen in Deutschland und weiteren Ländern hat der Pharmakonzern Bayer Unterstützung zugesagt. "Wir sind bereit, dafür alle Hebel in Bewegung zu setzen", sagte Bayer-Chef Werner Baumann der Welt am Sonntag.
"Wir prüfen intensiv, ob wir neben der bereits vereinbarten Entwicklung und Bereitstellung des Impfstoffs auch bei der Produktion helfen können", fügte er hinzu. Es gehe dem Bayer-Konzern dabei nicht primär um finanzielle Überlegungen, versicherte Baumann.
Bundeskanzlerin Merkel hat mit den zuständigen Ministern über das weitere Vorgehen bei der Impfstoff-Produktion beraten.

Bayer: Grundsätzlich große Impfstoff-Produktion möglich

Vielmehr wolle sein Unternehmen dazu beitragen, den Impfstoff so schnell wie möglich verfügbar zu machen. "Mit unserem Produktionsnetzwerk in Deutschland und den USA sowie dem entsprechenden zeitlichen Vorlauf wären wir grundsätzlich in der Lage, Impfstoff in größeren Mengen zu produzieren", sagte Baumann in dem Interview.
Anfang Januar hatte der Pharmakonzern bereits eine gemeinsame Vertriebs- und Entwicklungsallianz mit dem Tübinger Impfstoffhersteller Curevac angekündigt. Der Corona-Impfstoff von Curevac ist allerdings noch nicht marktreif.
Quelle: AFP

Mehr zu den Corona-Impfstoffen