: Zulassungen von E-Autos verdreifacht

06.01.2021 | 21:13 Uhr
E-Autos werden in Deutschland immer beliebter: Im vergangenen Jahr wurden drei Mal so viele neu zugelassen wie zuvor. Das liegt auch an der staatlichen Förderung.
Knapp 400.000 Elektroautos wurden 2020 neu zugelassen.Quelle: Jan Woitas/zb/dpa
Angeschoben von staatlicher Förderung und größerer Auswahl hat sich die Zahl der neu zugelassenen Elektroautos in Deutschland im vergangenen Jahr verdreifacht. So seien gut 194.000 rein batterieelektrische Pkw neu zugelassen worden, teilte das Kraftfahrt-Bundesamt am Mittwoch mit.

Absatz-Anteil steigt auf ein Viertel

Zusammen mit anderen alternativen Antrieben wie Plug-in-Hybriden, Gas- oder Wasserstoffantrieb rollten knapp 395.000 auf die Straßen. Ihr Anteil an den Neuzulassungen stieg auf rund ein Viertel, was jedoch am Absatzeinbruch bei der Masse der Autos mit Verbrennungsmotoren aufgrund der Corona-Pandemie lag.
Die Elektromobilität sei jetzt in der Gesellschaft angekommen, erklärte KBA-Präsident Richard Damm. "Bei einem anhaltenden Zulassungstrend der Fahrzeuge mit elektrischen Antrieben von rund 22 Prozent wie im letzten Quartal 2020, kann das von der Bundesregierung formulierte Ziel von sieben bis zehn Millionen zugelassenen Elektrofahrzeugen in Deutschland bis zum Jahr 2030 erreicht werden."

Förderung beim Kauf

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Elektroautos. Bund und Hersteller bezuschussen den Kauf mit bis zu 9.000 Euro, bei Plug-in-Hybriden sind es bis zu 6.750 Euro.
Trotz des Hochlaufs sind Autos mit einem E ganz rechts im Kennzeichen auf der Straße in der Minderheit. Der Anteil alternativer Antriebe im Bestand stieg nach Schätzung des Amts von 2,4 auf 3,6 Prozent. Dabei werden auch Erdgas-Autos mitgezählt.

Meisten von der Marke VW

Den höchsten Anteil an den neu zugelassenen E-Autos hatte mit gut 17 Prozent die Marke VW, gefolgt von Mercedes (knapp 15 Prozent) und Audi (9 Prozent). Mit 194.163 entfiel knapp die Hälfte der Neuzulassungen auf rein elektrisch angetriebene Fahrzeuge.
Auch hier griffen die meisten Käufer zu VW, gefolgt von Renault und Tesla.
Quelle: dpa