: Wie geht es mit den Impfungen weiter?

30.03.2021 | 20:30 Uhr
Die Gesundheitsminister wollen den Astrazeneca-Impfstoff nur noch für über 60-Jährige verwenden. Kanzlerin Merkel und Gesundheitsminister Spahn erklären das weitere Vorgehen.

Was passiert?

Die Regierungschefs von Bund und Ländern beraten über die weitere Strategie für Corona-Impfungen. Die Gesundheitsminister hatten zuvor beschlossen, das Vakzin von Astrazeneca wegen Sorgen um Sinusvenenthrombosen grundsätzlich nicht mehr an Personen unter 60 Jahren zu verimpfen. ZDFheute live überträgt die Pressekonferenz mit Bundeskanzlerin Merkel und Gesundheitsminister Spahn. Zu Gast sind der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach und der Infektiologe Christoph Spinner.

Was ist das Problem mit dem Astrazeneca-Impfstoff?

Im März hatten Deutschland und andere Länder die Impfung mit dem Astrazeneca-Vakzin ausgesetzt, da mehrere Fälle von Sinusvenenthrombosen in zeitlichem Zusammenhang mit der Impfung gemeldet wurden. Die Europäische Arzneimittel-Agentur EMA hatte daraufhin die Sicherheit des Impfstoffs bestätigt. Inzwischen sind neue Fälle bekannt: Im Kreis Euskirchen haben zwei Frauen Hirnvenenthrombosen erlitten, nachdem diese geimpft worden waren. Eine der Frauen starb. Insgesamt sind laut Paul-Ehrlich-Institut bislang 31 Fälle einer Sinusvenenthrombose nach einer Impfung mit Astrazeneca in Deutschland bekannt. In neun Fällen endete dies tödlich (Stand 29. März).

Was sind Sinusvenenthrombosen?

Eine Thrombose entsteht, wenn ein Blutpropf (Thrombus) ein Blutgefäß vollständig oder teilweise verschließt. Die Blutplättchen, aus denen die Thrombosen bestehen, setzen sich an der Gefäßwand fest und verklumpen zu einem Blutgerinsel, das den Blutstrom behindert. Bei Sinusvenenthrombosen passiert dies in großen venösen Zusammenflüssen des Gehirns. Dies kommt selten vor, kann jedoch tödlich enden.