: Wie ist die Omikron-Lage weltweit?

29.12.2021 | 19:30 Uhr
Die Omikron-Variante breitet sich weltweit stark aus. Was können wir von anderen Ländern lernen? ZDFheute live blickt auf die Lage in Großbritannien, Israel und Südafrika.

Corona-Variante Omikron breitet sich aus – Was passiert bei ZDFheute live?

WHO-Chef warnt vor einem „Tsunami“ an Corona-Fällen durch die Omikron-Variante. In mehreren Ländern weltweit ist die Corona-Mutante Omikron bereits die vorherrschende Variante und breitet sich rasend schnell aus. In Deutschland macht sich die Omikron-Variante noch nicht in den Infektionszahlen bemerkbar, die zwar sinken, aber laut Robert-Koch-Institut durch weniger Test und Meldungen an den Feiertagen ein unvollständiges Bild zeigen. Dagegen verzeichneten Frankreich, Großbritannien, Italien, Spanien, Portugal und Griechenland zuletzt eine Rekordzahl neuer Fälle. In den USA macht Omikron als dominierende Variante 60 Prozent der Infektionen aus.
Erste Daten aus Großbritannien, Südafrika und Dänemark deuten darauf hin, dass das Risiko einer Krankenhauseinweisung bei Omikron geringer als bei Delta ist. Für weitere Erkenntnisse seien jedoch laut eines Berichtes der WHO mehr Daten notwendig.
Wie gehen die Länder mit der raschen Ausbreitung von Omikron um? Beeinträchtigt sie das öffentliche Leben? Und was können wir daraus lernen? ZDFheute live gibt Einblicke aus verschiedenen Teilen der Welt. ZDF-Reporterin Anna Feist berichtet aus Israel, wo bereits Studien zur vierten Impfung durchgeführt werden. Die Lage in Großbritannien schildert Reporterin Britta Jäger aus London. Die Lage in Südafrika, einer der ersten Orte, wo Omikron entdeckt wurde, erklärt Korrespondentin Sandra Theiß.
Korrektur: Unsere Korrespondentin Sandra Theiß weist darauf hin, dass in Südafrika knapp 40 Prozent der Erwachsenen geimpft sind - nicht, wie irrtümlich im Stream geschildert, knapp 40 Prozent der Gesamtbevölkerung.

Wie ist die Omikron-Lage in Großbritannien, Südafrika und Israel?

In Großbritannien sorgt die Mutante Omikron für einen enormen Anstieg der Neuinfektionen. Die Behörden melden für England und Wales am Dienstag fast 130.000 neue Fälle – ein Tagesrekord. Mit Nachdruck ruft die Regierung zu Auffrischimpfungen auf. Alle Erstkontakte mit Infizierten müssen sich eine Woche lang täglich testen. Dadurch gehen den Apotheken die kostenlosen Schnelltests aus. Auch online gäbe es immer wieder Engpässe, so die lokale Gesundheitsbehörde.
Die Lage in Südafrika scheint sich etwas zu entspannen. Laut WHO sei ein Rückgang der Fallzahlen zu verzeichnen, nachdem die Corona-Variante Ende November dort unter anderem erstmals entdeckt wurde. Studien zu Omikron zeigten, dass rund 70 Prozent der sehr jungen Bevölkerung bereits eine Infektion hatten. Nun lockert die Regierung die Corona-Maßnahmen. Unter anderem ist die Nachverfolgung der Kontaktpersonen zu einem Infizierten aufgehoben worden. Tests sind nur bei Auftreten entsprechender Symptome notwendig.
Die Impf-Kampagne in Israel wurde schon früh vorangetrieben. Von den 9,3 Millionen Bürgern haben mittlerweile etwa 4,2 Millionen drei Impfdosen erhalten. Nun sollen wegen der raschen Ausbreitung von Omikron, Personen über 60 Jahren eine vierte Impfdosis erhalten.
(Mit Material von dpa, afp, ap und rtz)

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