: So geht es Betroffenen und Helfern

20.07.2021 | 17:27 Uhr
Nach der Flut-Katastrophe stehen Tausende vor dem Nichts - das Ausmaß der Schäden noch nicht bezifferbar. Helfer und Betroffene berichten von ihren Erfahrungen.

Hochwasser in Deutschland - Was passiert bei ZDFheute live?

Auch am sechsten Tag nach dem Hochwasser im Westen Deutschlands ist vielerorts die Lage immer noch ernst. Verkehrsverbindungen sind zerstört oder blockiert und die Netze für Gas und Trinkwasser sind unterbrochen. Für ZDFheute live gibt ZDF-Reporter Bobby Cherian einen Überblick über die Lage in Bad Neuenahr-Ahrweiler und spricht mit einer Betroffenen. Auch der ZDF-Naturfilmer Andreas Kieling lebt im betroffenen Gebiet und erzählt von seinen Erfahrungen. Zu Gast im Studio ist Jan Braunschedel vom Deutschen Roten Kreuz. Er war als Helfer im Katastrophengebiet im Einsatz und berichtet von der Lage der Einsatzkräfte.

Was ist die Antwort der Politik?

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat den Betroffenen der Hochwasserkatastrophe schnelle Hilfe zugesagt. Das Bundeskabinett werde am Mittwoch ein Programm für finanzielle Hilfe beschließen, sagte sie bei einem Besuch in Bad Münstereifel in Nordrhein-Westfalen. Außerdem kündigte sie in der von den Fluten stark betroffenen nordrhein-westfälischen Stadt an: Bund und Länder sollen die Aufbaukosten nach der Flutkatastrophe mit einem neuen Aufbaufonds schultern. "Wir werden bei der Aufbauhilfe sehr viel mehr zu tun haben als bei früheren Hochwassern", sagte Merkel. Aus einem Reuters vorliegenden Entwurf geht hervor, dass das Bundeskabinett am Mittwoch eine Soforthilfe von 400 Millionen Euro beschließen will, von der die Länder die Hälfte übernehmen sollen. NRW-Ministerpräsident Armin Laschet kündigte einen Beschluss über Landeshilfen für Donnerstag an.

Warum ist das Thema wichtig?

Es ist die schwerste Hochwasserkatastrophe in Deutschland seit Jahrzehnten. Vor allem im Westen Deutschlands hatte es Mitte der Woche ungewöhnlich heftig geregnet. Viele Häuser, Straßen und Brücken liegen in Trümmern. Mindestens 163 Menschen sind ums Leben gekommen, Dutzende werden noch vermisst. In vielen Gebieten hat sich die Lage wieder stabilisiert, dennoch sind Strom, Gas, Wasser noch nicht überall wieder verfügbar. Tausende haben alles verloren und stehen vor dem Nichts. Viele brauchen Hilfe und es werden Stimmen laut, die sich eine politische Strategie wünschen, um sich künftig vor Unwetter-Katastrophen besser schützen zu können.

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