: Weniger Spargel geerntet - Importe gesunken

28.03.2023 | 09:20 Uhr
Schlechte Zeiten für Genießer: In Deutschland wurde im letzten Jahr spürbar weniger Spargel geerntet als im Vorjahr. Auch die Importe des Gemüses gingen laut Statistikamt zurück.
In Deutschland wude zuletzt weniger Spargel geerntet - und auch die Importe sind laut Statistikamt gesunken. (Symbolbild)Quelle: dpa
Die deutschen Landwirte haben 2022 so wenig Spargel geerntet wie seit Jahren nicht mehr. Die Ernte fiel mit 110.300 Tonnen um knapp acht Prozent geringer aus als 2021, wie das Statistische Bundesamt mitteilte.
Weniger von dem Stangengemüse war zuletzt 2013 mit 103.100 Tonnen gestochen worden.

Weniger Anbaufläche für Spargel

Der meiste Spargel wurde mit 25.300 Tonnen in Niedersachsen von den Feldern geholt, gefolgt von Nordrhein-Westfalen mit 20.300 Tonnen und Brandenburg mit 18.700 Tonnen.
Eine Ursache für die geringere Spargelernte dürfte auch der Rückgang der Anbaufläche sein.
Statistisches Bundesamt
Demnach wurde das beliebte Gemüse nur noch auf 21.300 Hektar erzeugt. Das waren knapp fünf Prozent weniger als 2021 und der niedrigste Wert seit 2015. Trotzdem blieb Spargel das Gemüse mit der größten Anbaufläche in Deutschland vor Speisezwiebeln (15.100 Hektar) und Karotten/Möhren (13.600 Hektar).
Leicht gewachsen ist die rein ökologisch bewirtschaftete Anbaufläche für Spargel - und zwar um zwei Prozent auf 1.600 Hektar.

Importierter Spargel vor allem aus Spanien

Ein nicht unerheblicher Teil des hierzulande verzehrten Spargels stammt aus dem Ausland. 19.500 Tonnen wurden vergangenes Jahr nach Deutschland frisch oder gekühlt importiert - knapp 29 Prozent weniger als im Jahr davor. Der überwiegende Teil (87 Prozent) wurde von März bis Juni eingeführt, wenn auch heimische Landwirte ihren Spargel anbieten.
Wichtigstes Herkunftsland war Spanien mit einem Anteil von 34 Prozent, gefolgt von Griechenland mit 24 Prozent sowie Italien und Peru mit jeweils zwölf Prozent. Vergleichsweise wenig Spargel wird aus Deutschland exportiert: 2022 waren es lediglich 2.900 Tonnen.
Tweet des Statistischen Bundesamts

Statistik: Erzeugerpreise 2022 ein Drittel über Vorjahresniveau

"Den ersten Freilandspargel aus den wärmeren Regionen Deutschlands gibt es frühestens im März, in der Regel aber im April", erklärten die Statistiker. "Dann ist er auch noch relativ teuer."
Im vergangenen April waren die Erzeugerpreise für das Stangengemüse so hoch wie seit Anfang 2015 nicht mehr: Spargel kostete im Vergleich zum April 2021 gut ein Drittel mehr.
Quelle: Reuters

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