: Es knistert zwischen den rheinischen Rivalen

von Andreas Morbach
09.03.2024 | 10:10 Uhr
Das Hinspiel gegen Gladbach hat Köln gewonnen. Der Abstieg droht den Domstädtern trotzdem, zudem hängt ihnen vor dem Rückspiel gegen Borussia das vergangene Wochenende noch nach.

Köln gewann das Hinspiel 3:1 - hier FC-Spieler Rasmus Carstensen (li.) und Luca Netz von Borussia Mönchengladbach im Zweikampf.

23.10.2023 | 09:05 min
Die speziellen Rivalitäten rheinischer Fußballklubs lernt Timo Schultz gerade in sehr konzentrierter Form kennen. Am vergangenen Sonntag unterlagen seine Kölner in der eigenen Arena Spitzenreiter Leverkusen mit 0:2. Und sechs Tage später schon führt die Domstädter ihr Weg nun nach Mönchengladbach (Samstag, 15:30 Uhr).

FC-Trainer Timo Schultz hört es "knistern"

Vielen gilt das Duell zwischen der Fohlenelf und dem Geißbockklub als das "echte" rheinische Derby. Und Köln-Chefcoach Schultz, der in seiner Zeit als Trainer vom FC St. Pauli bereits einschlägige Erfahrungen bei den emotionalen Stadt-Derbys gegen den Hamburger SV gesammelt hat, merkte zuletzt mal wieder: "Das sind Spiele, wo es knistert - allein schon, wenn man bei der Anreise die Massen sieht."
Kölns Trainer Timo Schultz vor Gladbach-Partie: "Sind langsam in der Bringschuld, den Fans etwas zurückzugeben."Quelle: dpa
Vor dem anstehenden Kräftemessen im Borussia-Park sollte die Gefolgschaft beider Klubs dabei großzügig Anreisezeit einplanen: Rund um das Derby am Samstag sind erhöhte Sicherheitsmaßnahmen angekündigt.

Abstiegsplatz, Abgang des beliebten Steffen Baumgart, dazu eine Transfersperre: jede Menge Druck beim 1. FC Köln. Neutrainer Timo Schultz setzt auf seinen Kapitän und die Jugend.

11.01.2024 | 14:22 min

Appelle an die Anhängerschaft

Der kurze Blick geht in dem Zusammenhang zurück auf die Krawalle beim jüngsten Duell zwischen Köln und Leverkusen. Ein Ordner soll dabei laut Polizei bewusstlos geschlagen worden und schwer verletzt ins Krankenhaus gebracht worden sein. "Der 1. FC Köln verurteilt die gewalttätigen Auseinandersetzungen", teilte der gastgebende Klub hinterher mit.
Nun sind die Kölner und ihre Fans zu Besuch in Gladbach - und Thomas Kessler, Leiter der Lizenzspielerabteilung beim FC, appellierte an die eigene Anhängerschaft: "Auf den Rängen bis aufs Maximum unterstützen, feiern und genießen, aber alles im Rahmen."
Was wir gegen Leverkusen gesehen haben, gehört nicht zum Fußball. Es sollte niemals zu Ausschreitungen kommen.
Thomas Kessler, Leiter der Lizenzspielerabteilung beim FC Köln

Premieren-Rot für Gladbach

Trotz der ausgeprägten Rivalität zwischen Borussia Mönchengladbach und dem 1. FC Köln hielten sich strafbare Fehltritte auf dem Rasen in der Vergangenheit auffallend in Grenzen: Bei den bislang 97 Duellen beider Klubs in der Bundesliga gab es erst sechs Platzverweise - fünf davon gingen an die Adresse von Kölner Kickern.
Die Rot-Premiere für Gladbach in dieser Kategorie liegt dabei gerade mal viereinhalb Monate zurück. Bei der 1:3-Niederlage im Hinspiel musste der französische Mittelfeldakteur Manu Koné beim Stand von 1:1 vom Feld.

Akute Abstiegsgefahr beim FC Köln

Ein Platzverweis machte zuletzt auch den Kölnern einen Strich durch die Rechnung: Gegen Leverkusen wurde Angreifer Jan Thielmann schon nach einer Viertelstunde vom Platz geschickt. "Die Analyse des Leverkusen-Spiels war schwer, weil wir lange in Unterzahl waren", berichtete Timo Schultz nun. Sehr klar ist dagegen die Bestandsaufnahme des FC-Trainers nach acht Partien unter seiner Leitung.
Viele Dinge gegen Bayer seien gut gewesen, angesichts der akuten Abstiegsgefahr fordert Schultz aber:
Die Messlatte muss höher angelegt werden, um Spiele zu gewinnen. Wir müssen dahin kommen, dass wir besser sind als der Gegner.
Timo Schultz, Kölns Trainer

Borussias Reitz plant Wiedergutmachung

Unter dem gebürtigen Ostfriesen gelang dem FC bislang nur ein Sieg. Entsprechend drängt Schultz sein Team: "Wir sind langsam in der Bringschuld, den Fans wieder etwas zurückzugeben."
Auf den ersten Nichtabstiegsplatz fehlen den Kölnern, aktuell auf dem Relegationsrang, bereits acht Punkte. Andererseits könnten die Gladbacher, zuletzt zwei Mal unbesiegt, bei einer Heimniederlage noch einmal in die gefährliche Zone abrutschen. Weswegen für ihren Shooting-Star Rocco Reitz auch klar ist: "Wir haben aus dem Hinspiel etwas gutzumachen, vor allem für die Fans."

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