: Milliardär Kühne prüft Elbtower-Übernahme

27.11.2023 | 06:06 Uhr
Die deutsche Signa-Dienstleistungstochter hat am Freitag einen Insolvenzantrag gestellt. Nun prüft Milliardär Klaus-Michael Kühne offenbar die Übernahme des Elbtowers in Hamburg.

Der Elbtower soll das dritthöchste Gebäude Deutschlands werden, doch seit Oktober steht die Baustelle still.

07.11.2023 | 01:24 min
Der Milliardär und Logistikunternehmer Klaus-Michael Kühne prüft einem Medienbericht zufolge die Übernahme des Hochhausprojekts Elbtower in seiner Geburtsstadt Hamburg. Das berichtete das "Handelsblatt" am Sonntag unter Berufung auf mehrere mit dem Vorgang vertraute Personen.
Das mit Baukosten von 950 Millionen Euro geplante Hochhaus ist die derzeit größte Baustelle des kriselnden Handels- und Immobilienimperiums Signa, das von dem österreichischen Milliardär René Benko gegründet wurde. Hohe Baukosten, steigende Kreditzinsen und hausgemachte Probleme hatten den Konzern in Schieflage gebracht und am Freitag zur Insolvenz der Tochter Signa Real Estate Management Germany (Signa REM) geführt.

Kühne lehnt Stellungnahme zur Elbtower-Übernahme bisher ab

In der Gesellschaft sind neben Premiumimmobilien von Benko auch Geschäfte wie die Entwicklung des Elbtowers gebündelt. Zu der angeblichen Prüfung der Elbtower-Übernahme lehnte Kühne auf Anfrage des "Handelsblatts" eine Stellungnahme ab, Sprecher von Signa und der Stadt Hamburg waren zunächst nicht erreichbar.

René Benko galt in Österreich lange als schillernder Vorzeigeunternehmer und Selfmade-Milliardär, doch jetzt ist sein Imperium in Zahlungsschwierigkeiten.

06.11.2023 | 02:27 min
Kühne habe mit der Hansestadt erste Verhandlungen geführt, berichtete ein Insider der Zeitung. "Die sind schon recht weit in den Gesprächen", sagte er. Aus dem Umfeld der Kühne Holding hieß es dem Bericht zufolge hingegen, dass sich das Unternehmen zwar damit beschäftige, bei der Gestaltung der Zukunft des Elbtowers eine Rolle zu spielen. Bislang seien aber keine Entscheidungen gefallen. Noch gebe es seitens der Stadt keinen Zugriff auf das Projekt, sodass die Einflussmöglichkeiten begrenzt seien.
Quelle: AFP

Mehr zum Thema Wirtschaft