: Biennale ehrt indigene Künstler

20.04.2024 | 12:16 Uhr
Bei der 60. Ausgabe der Biennale in Venedig haben indigene Künstler die wichtigsten Preise erhalten. Die Hauptausstellung befasst sich mit Fremdheit und marginalisierten Gruppen.

Bei der 60. Ausgabe der Ausstellung zeitgenössischer Kunst stehen die Themen Migration, Exil und Fremdheit im Fokus. Auch der Gaza-Krieg beschäftigt die internationalen Künstler.

20.04.2024 | 02:21 min
Bei der Biennale in Venedig haben mit dem Australier Archie Moore und der neuseeländischen Künstlergruppe Mataaho Collective indigene Künstler die wichtigsten Preise des weltbekannten Kunstereignisses erhalten.
Bei der offiziellen Eröffnung am Samstag in der norditalienischen Lagunenstadt wurden zudem weitere Preise vergeben. Die italienisch-brasilianische Malerin und Bildhauerin Anna Maria Maiolino sowie die türkische Grafikerin und Fotografin Nil Yalter erhalten den Goldenen Löwen für ihr Lebenswerk.

Bester Nationaler Beitrag für Archie Moore

Archie Moore gestaltete unter dem Titel "kith and kin" (zu Deutsch aus dem Mittelenglischen etwa: "Freunde und Familie") den australischen Pavillon und erhielt den Goldenen Löwen für den besten nationalen Beitrag.

Die 60. Biennale von Venedig eröffnet. Wir sprechen mit Jenny Schlenzka, der Direktorin des Martin-Gropius-Bau Berlin.

19.04.2024 | 05:12 min
In seiner Ausstellung in den Giardini beschäftigt sich Moore mit der Geschichte der Aborigines, zu denen er selbst gehört: An den Wänden und der Decke der Ausstellung ist handschriftlich mit Kreide ein Stammbaum zweier Stämme der Ureinwohner Australiens aufgezeichnet.

Mataaho Collective: Preis für den besten Künstler

Den Preis für den besten Künstler erhielt das Mataaho Collective. Die Künstlergruppe besteht aus vier Maori-Frauen. Als Maori werden die Ureinwohner Neuseelands bezeichnet. Im Arsenale zeigen die vier Künstlerinnen großformatige Faserinstallationen, die sich mit den Feinheiten des Lebens und den Wissenssystemen der Maori befassen.
Die Kunstbiennale ist heute offiziell für Besucher eröffnet worden. In der norditalienischen Lagunenstadt wird zur 60. Ausgabe der Ausstellung, die bis zum 24. November geöffnet sein wird, ein internationales Kunstpublikum in den Giardini, dem Arsenale und weiteren Orten erwartet. Die Biennale gilt neben der documenta in Kassel als wichtigste Präsentation zeitgenössischer Kunst und zieht Künstler und Gäste an.

In Venedig ist die 60. Biennale eröffnet worden. Der israelische Pavillon ist zu, weil die Künstlerin ihn erst öffnen will, wenn ein Waffenstillstand im Gaza-Krieg vereinbart ist.

20.04.2024 | 01:27 min

Themen Fremdheit, Migration und Exil im Fokus

In der diesjährigen Ausgabe stehen die Erfahrung der Fremdheit sowie die Themen Migration und Exil im Fokus. Unter dem Titel "Stranieri Ovunque - Foreigners Everywhere" (zu Deutsch: "Fremde überall") wird das Fremdsein und -fühlen dabei eine wichtige Rolle spielen.

Der Israelische Pavillon auf der Kunstbiennale öffnet nicht wie geplant. Wir haben mit der Journalistin Almuth Spiegler in Venedig gesprochen.

17.04.2024 | 06:34 min
Der Kurator Adriano Pedrosa aus Brasilien hat 330 Künstler aus verschiedenen Ländern mit zahlreichen Arbeiten eingeladen. Daneben sind mehr als 80 Länder mit eigenen nationalen Beiträgen Teil der Biennale. Im Deutschen Pavillon in den Giardini stellen die israelische Künstlerin Yael Bartana und der Berliner Theaterregisseur Ersan Mondtag aus. Daneben zeigen vier weitere Künstler für Deutschland auf der Insel La Certosa ihre Arbeiten.
Quelle: dpa

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