: Auf Eisregen folgt Schnee: Die Gefahren

18.01.2024 | 00:57 Uhr
Am Donnerstag wird in Deutschland viel Schnee erwartet, nach dem Eisregen am Mittwoch. Welche besonderen Gefahren drohen, was beachtet werden sollte - Infos vom DWD im Überlick.

Auch am Donnerstag hat das Wetter in weiten Teilen Deutschlands für Störungen und Unfälle gesorgt. Am Frankfurter Flughafen fielen Flüge aus, auf vielen Autobahnen gab es Staus.

18.01.2024 | 01:40 min
Nach dem Eisregen am Mittwoch erwartet der Deutsche Wetterdienst am Donnerstag massenweise Schnee. Von der Eifel und dem Raum Köln über das Rothaargebirge bis nach Thüringen müssen sich die Menschen auf "anhaltende und teils kräftige Schneefälle" einstellen.
Der DWD rechnet mit "unwetterartigen Neuschneemengen" bis zu 30 Zentimetern binnen 24 Stunden und warnt vor "erheblichen Verkehrsbehinderungen und Schneebruchgefahr".
ZDFheute Infografik
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Stufe 1: Amtliche Warnungen (Gelb)

Die erwartete Wetterentwicklung ist nicht ungewöhnlich, trotzdem können wetterbedingt Gefährdungen auftreten. Wenn Sie Aktivitäten im Freien unternehmen und dem Wetter ausgesetzt sind, informieren Sie sich regelmäßig über die weitere Wetterentwicklung und passen Sie Ihr Verhalten entsprechend an.

Stufe 2: Amtliche Warnung vor markantem Wetter (Orange)

Die erwartete Wetterentwicklung ist nicht ungewöhnlich, aber gefährlich. Es können vereinzelt oder örtlich Schäden auftreten. Informieren Sie sich regelmäßig über die Wetterentwicklung, seien Sie vorsichtig und vermeiden Sie riskantes Verhalten.

Stufe 3: Amtliche Unwetterwarnung (Rot)

Die erwartete Wetterentwicklung ist sehr gefährlich. Es können verbreitet Schäden durch das Wetter auftreten. Informieren Sie sich regelmäßig über die Wetterentwicklung. Vermeiden Sie Aufenthalte im Freien. Wenn Sie sich dem Wetter aussetzen müssen, seien Sie sehr vorsichtig.

Stufe 4: Amtliche Warnung vor extremem Unwetter (Violett)

Die erwartete Wetterentwicklung ist extrem gefährlich. Es können lebensbedrohliche Situationen entstehen und große Schäden und Zerstörungen auftreten. Häufig sind dabei größere Gebiete betroffen. Vermeiden Sie Aufenthalte im Freien. Verhalten Sie sich sehr vorsichtig und informieren Sie sich regelmäßig über die Entwicklung der gefährlichen Wettersituation. Folgen Sie auf jeden Fall unter Umständen ausgegebenen Anweisungen der Behörden, Ordnungs- und Hilfskräfte. Bereiten Sie sich auf außergewöhnliche Maßnahmen vor.

Quelle: DWD

Schneefälle führen zu Verkehrseinschränkungen

"Schneefälle führen insbesondere im Tiefland immer wieder zu Verkehrsbeeinträchtigungen", beobachtet der Deutsche Wetterdienst. Oft liege das daran, dass viele Autofahrer keine Winterreifen benutzten.
"Kommt zum Schneefall auch noch Wind hinzu, führt das häufig zur Ausbildung von Verwehungen", sagen die Experten. "Durch diese wird der Straßenverkehr ebenfalls beeinträchtigt. Im Extremfall kommt der Straßenverkehr zum Erliegen."

"Der Glatteis-Regen zieht sich jetzt langsam zurück", sagt ZDF-Wetter-Expertin Horneffer. Es gebe noch gefrierenden Regen in der Mitte Deutschlands. Nördlich davon fällt Schnee.

17.01.2024 | 01:06 min

DWD: Wälder nach Möglichkeit nicht betreten

Der DWD rät:
Sorgen Sie dafür, dass Sie neben ausreichend gefülltem Tank im Auto warme Bekleidung und Decken mitführen sowie warme Getränke und Lebensmittel.
Deutscher Wetterdienst
In Gebirgslagen führen heftige Schneefälle zu Lawinen. Auch sollten Wälder nach Möglichkeit nicht betreten werden. Der Deutsche Alpenverein warnt: "Durch starke Schneefälle können Äste und Baumkronen abbrechen. Teilweise stürzen sie zu Boden, teilweise hängen sie noch in den Bäumen."
Mit Maschinen schwer erreichbare Waldabschnitte könnten mitunter nicht vollständig geräumt werden.

Alpenverein: Bäume können umstürzen

"Durch heftigen Wind können daher lose Äste vom Baum geschüttelt werden und auf vorbeigehende Spaziergänger und Wintersportlerinnen stürzen", so der Alpenverein. Waldbesucher sollten in Gebieten mit viel Schnee äußerst vorsichtig sein.
Das Forstamt von Königstein im Taunus bittet dringend darum, das Betreten des Waldes zu vermeiden, "um sich nicht in Lebensgefahr zu bringen". Die stark belasteten Bäume könnten jederzeit abbrechen oder umfallen.
Quelle: dpa

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