: So haben wir die Berlinale erlebt

von Henriette de Maizière
23.02.2024 | 14:30 Uhr
Filme, Filme, Filme... und viel mehr: Das Filmfestival neigt sich dem Ende entgegen - unsere Reporter vor Ort schauen schon mal zurück auf die Highlights der 74. Berlinale.
Sharon Stone in Berlin: Auch bei der 74. Berlinale waren wieder viele Stars in der Stadt.
Im Berlinale-Team des Berliner ZDF-Studios macht sich nach zehn Tagen dann doch ein bisschen Ermattung bemerkbar. Ab morgens um 9 Uhr sitzen einige von uns in den Kinos und schauen Filme, um dann darüber zu berichten. Abends stehen wir am Roten Teppich und hoffen auf launige Interviews mit den Stars. Und alle sind wir froh, dass es dieses Jahr nicht so kalt ist.
Nein - was sich anhört, wie jammern, soll eine Ode sein an dieses Filmfestival, welches dieses Jahr nun schon zum 74. Mal stattfindet: die Berlinale.

Stars freuen sich über die vielen Zuschauer

Die Hauptstadt brummt und vibriert für diese zehn Tage. Filmfans sind unterwegs - und Menschen, die hoffen einen der Promis der Berlinale zu sehen, um ein Autogramm oder Selfie zu bekommen, nette Leute, wie meine Kollegin erleben durfte.

Wo Matt Damon, Kristen Stewart oder Lupita Nyong'o zu sehen sind, da sind auch die Fans und Follower - auf der Jagd nach Star-Kontakt einem Autogramm oder einem Selfie.

16.02.2024 | 06:09 min
Schauspieler Lars Eidinger antwortet auf die Frage, wie es sei, so herzlich empfangen zu werden:
Ich finds immer schön - gerade beim Film - zu gucken: mit wem hat man es da eigentlich zu tun. Die sieht man ja sonst nicht, die Zuschauer.
Lars Eidinger, Schauspieler
Promis gab es so einige: Adam Sandler zum Beispiel, der für echtes Hollywood-Flair sorgte und sich so viel Zeit für seine Fans nahm, dass er schließlich ins Kino gescheucht werden musste, um nicht zu spät zur Premiere seines Films "Spaceman" zu kommen.

Adam Sandler zeigt sich in "Spaceman" von seiner ernsten Seite. Im ZDF-Interview verrät der Schauspieler, wie er mit Einsamkeit umgeht.

22.02.2024 | 02:32 min
Oder die atemberaubend elegante Jurypräsidentin Lupita Nyongo, deren Outfit selbst den Promiexperten aus unserem ZDF-Landesstudio immer wieder faszinierte.
Und Cillian Murphy, der bei der Weltpremiere seines Films "Small Things Like These" so lässig über den Teppich schlenderte, dass er wirkte wie einer seiner Filmcharaktere.
Sharon Stone hat ein verlängertes Wochenende in Berlin verbracht - eine Ausstellung mit ihren Bildern eröffnet, die Laudatio für Hillary Clinton bei "Cinema for Peace" gehalten und war auch krönender Stargast auf der Ehrenbär-Gala für Martin Scorsese.

Der US-amerikanische Regisseur Martin Scorsese ist mit dem Goldenen Ehrenbär ausgezeichnet worden. Seit den 70ern zählt er zu den stilprägendsten Kino-Regisseuren weltweit.

21.02.2024 | 02:29 min

Starke deutsche Filme

Anders als in vielen Vorjahren werden zwei deutsche Produktionen im diesjährigen Wettbewerb ganz hoch gehandelt.
"In Liebe, eure Hilde" ist eine davon. Regisseur Andreas Dresen erzählt die Geschichte von Hilde Coppi, einer Widerstandskämpferin gegen den Nationalsozialismus. Sie wird eindringlich gespielt von Liv Lisa Fries.
Für mich hat die Geschichte auch etwas sehr zeitloses, weil sich widerständig zu verhalten gegen Verhältnisse, die unmenschlich sind, ist ein zeitlos wichtiges Thema.
Andreas Dresen, Regisseur
"Und von Leuten wie Hilde und Hans und ihren Freunden kann man 'ne ganze Menge lernen", sagt Regisseur Andreas Dresen. Beim Schlussapplaus der Premiere kommt der Sohn von Hilde und Hans Coppi auf die Bühne.
Er hatte das Filmteam als Zeuge der Zivilcourage seiner Eltern beraten. Noch Tage später haben Menschen - auch bei uns in der Redaktion - einen Kloß im Hals, wenn sie von diesem Film erzählen.

Regisseur Andreas Dresen berichtet über seinen Berlinale-Film "In Liebe, Eure Hilde"

19.02.2024 | 04:28 min

Schmerzhafteste Winkel menschlicher Beziehungen

Betroffenheit auch nach dem Film "Sterben" von Regisseur Matthias Glasner. Grandios gespielt von Lars Eidinger und Corinna Harfouch schaut der Film in "schmerzhafteste Winkel menschlicher Beziehungen", wie es unsere ZDF-Filmkritikerin so treffend formulierte.
Ein Film, so nah an Leben und Tod, dass die drei Stunden manchmal nur schwer zu ertragen sind - großartig.

"Sterben" (DE 2024, Regie: Matthias Glasner), besetzt mit deutscher Schauspielprominenz, handelt von der Familie Lunies, die schon lange keinen inneren Zusammenhalt mehr hat.

18.02.2024 | 02:54 min

Berlinale vor Führungswechsel

Was für die Zuschauer und Promis sonst noch toll war? Die Partys - In der Stadt wurde wieder richtig gefeiert auf der diesjährigen Berlinale.
Und: Während des Festivals gibt es für das ZDF-Team Süßigkeiten und Obst im Büro - Kraft und Nervennahrung.
Es war die letzte Berlinale unter dem Führungsduo Mariette Rissenbeek und Carlo Chatrian. Und so schauen wir gespannt auf das kommende Jahr. Was kommt, was bleibt, wie wirds? Berlinale 75 - wir freuen uns schon!

Thema

Mehr zur Berlinale