: So sicher sind die deutschen Weihnachtsmärkte

von den ZDF-Korrespondenten
06.12.2023 | 17:24 Uhr
In den vergangenen Wochen sind mehrere Menschen wegen mutmaßlich geplanter Anschläge auf Weihnachtsmärkte in Deutschland festgenommen worden. Wie sicher sind die beliebten Märkte?
Wie Weihnachtsgeschenke verpackte Straßensperren sichern den Weg zum Weihnachtsmarkt in Bochum.Quelle: AP
Alle Jahre wieder sind die Innenstädte und Dorfkerne in Deutschland ab Ende November bis abends hell erleuchtet, verströmen weihnachtliche Düfte und summen vor gut gelaunten Menschen, die bei Glühwein und Bratwurst zusammenstehen: Die Weihnachtsmärkte sind geöffnet.
Trotzdem hat erst vor wenigen Tagen Helmut Dedy, der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städtetags, im Interview mit dem "Redaktionsnetzwerk Deutschland" vor "Anschlägen im öffentlichen Raum" gewarnt. "Aufgrund der Lage im Nahen Osten steigt auch die Terrorgefahr auch bei uns", sagte Dedy weiter. Deshalb wolle man die Städte nicht zu "Festungen" umbauen, trotzdem sollten sich die Menschen auf Weihnachtsmärkten sicher und wohlfühlen. ZDFheute hat nachgefragt, welche Sicherheitskonzepte es auf den Weihnachtsmärkten in den verschiedenen Bundesländern gibt.

Warum einige Weihnachtsmärkte dieses Jahr neu vermessen werden.

05.12.2023 | 03:11 min

Keine neue Sicherheitslage nach mutmaßlichen Anschlagsplänen

Zum Start der Weihnachtsmarkt-Saison gab es gleich zwei Fälle von mutmaßlichen Anschlagsplänen: Ende November wurden zwei Jugendliche festgenommen, die einen Anschlag auf den Weihnachtsmarkt in Leverkusen geplant haben sollen. Einige Tage später gab es eine Festnahme in Niedersachsen. Dort soll ein 20-Jähriger vorgehabt haben, Besucher auf dem Weihnachtsmarkt in Hannover mit einem Messer zu attackieren.
Sorgen machen müssen sich die Besucher der Weihnachtsmärkte in Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen aber nicht, heißt es aus den Innenministerien. Beide versichern, dass die zuständigen Behörden alles tun, um die Weihnachtsmärkte zu sichern. Auf den großen Weihnachtsmärkten in Hannover und Köln setzt man auf verstärkte Polizeipräsenz, den Schutz von Zufahrtsstraßen und Videoüberwachung.

Hannoveraner Altstadt, Niedersachsen

Zum beliebten Weihnachtsmarkt in Hannovers Altstadt kommen jedes Jahr fast 1,85 Millionen Besucher. Die Sicherheitsbehörden in Niedersachsen sehen keine konkrete Gefahr für Anschläge auf Weihnachtsmärkte. In Hannover gibt es nach Angaben einer Sprecherin der Polizeidirektion bereits seit 2015 ein Konzept, um der Gefahr von Anschlägen vorzubeugen. Dieses werde immer wieder angepasst. Die Polizei urteile nach Lage, ob sie eine erhöhte polizeiliche Präsenz zeigen, heißt es auf Nachfrage. Beispielsweise werden Eingänge und Zufahrtsstraßen besonders geschützt.

"Da gibt es nichts schönzureden bei dem Baum", heißt es in Hannover über den Weihnachtsbaum. Krumm und schief ist er und dazu noch licht. Die Hannoveraner nehmen es mit Humor.

24.11.2023 | 02:01 min

Roncalliplatz in Köln, Nordrhein-Westfalen

Quelle: dpa
Auf dem Kölner Roncalliplatz stehen seit Ende November etwa 150 Buden und Stände. Jedes Jahr kommen etwa fünf Millionen Besucher zu dem Weihnachtsmarkt, viele von ihnen aus dem benachbarten Ausland. Nach den Lkw-Anschlägen von Nizza und auf dem Breitscheidplatz in Berlin im Jahr 2016 hatten die Sicherheitsbehörden Poller und Betonsperren aufgebaut. Einen derartigen Schutz hält man in diesem Jahr nicht mehr für nötig. Es gebe keinen Anlass, so die Polizei, die aktuelle Sicherheitslage neu zu bewerten. Auf den Weihnachtsmärkten jetzt sind verstärkt Streifen unterwegs. Die Polizei nutzt Videoüberwachung und ruft zudem die Bevölkerung dazu auf, wachsam und sensibel zu sein und "ungewöhnliche Beobachtungen" sofort zu melden.

Mobile Barrieren

Einige Städte haben ihr Sicherheitskonzept in diesem Jahr um mobile Barrieren ergänzt - zum Beispiel Stuttgart und Hamburg. Die sogenannten "Terrorsperren" seien das Neueste am Markt, erklärt Thomas Feda, von der Tourismus und Congress GmbH Frankfurt.
Die "Terrorsperren" lassen flexibel die Feuerwehr oder Polizei durchfahren, verkeilen sich aber im Falle eines Attentats mit Fahrzeugen beim Überqueren unter dem Motorblock. Ein Poller kostet zwischen 11.000 und 20.000 Euro, weshalb die Veranstalter oft auf Leasing oder Miete setzen. Es brauche zudem Personal, um die Sperren zu bedienen: Alles in allem werden die Standmieten auch wegen solcher Sicherheitsmaßnahmen in diesem Jahr teurer.

Vom Römer bis zum Main in Frankfurt, Hessen

Quelle: dpa
Etwa zwei Millionen Besucher werden auf dem Weihnachtsmarkt in Frankfurt am Main erwartet. "Bei täglich 70.000 und 90.000 Besuchern ist die Lage nie entspannt, wir sind aber gut vorbereitet", sagt Thomas Feda, Geschäftsführer des Veranstalters, der Tourismus und Congress GmbH (TCF). Man habe zusätzliche Polizei- und private Sicherheitskräfte auf dem Weihnachtsmarkt und eine fest installierte "Weihnachtsmarktwache" der Frankfurter Polizei. Die Stadt im Süden Hessens hat zur Sicherung des weitläufigen Marktes, der sich über den Römer, Hauptwache und Roßmarkt bis hinunter zum Main zieht, vor allem in sogenannte "Terrorsperren" investiert. Nach den Anschlägen in Berlin und Nizza 2016 hatte die Stadt zunächst große Betonklötze aufgestellt, diese jetzt aber durch unterschiedliche mobile Systeme ersetzt.

Stuttgarter Stadtzentrum, Baden-Württemberg

Quelle: dpa
Der Stuttgarter Weihnachtsmarkt ist mit rund 200 Ständen und laut Veranstaltern etwa 3,5 bis 4 Millionen Besucher jährlich der größte in Baden-Württemberg. Die Stadt beobachtet fortlaufend die generelle Sicherheitslage - schon im Sommer reagierte sie auf die veränderte Stimmung und gab ein Gutachten in Auftrag. Dies stellte mögliche Lücken beim Thema Sicherheit rund um den Weihnachtsmarkt fest. Als Reaktion hat die Stadt auf Bitten der Polizei an drei besonders gefährdeten Stellen mobile Barrieren aufgestellt, etwa an der Rathaus-Passage. Die 16 zusätzlichen Poller sind 450 Kilogramm schwer und wurden für die Dauer des Weihnachtsmarkts gemietet. Sie sollen das bisherige Sicherheitskonzept mit den stationären Pollern ergänzen.

"Man merkt, dass die Leute darauf gewartet haben, dass es wieder losgeht" berichtet Patrick Arens, Präsident des Bundesverbandes Deutscher Schausteller und Marktkaufleute.

27.11.2023 | 05:12 min

Nur wenige Anpassungen an Sicherheitskonzepten

In vielen Städten setzen die Sicherheitsbehörden auf das gleiche Konzept wie in den vergangenen Jahren. Dazu zählen in der Regel Absperrungen an den Zufahrtswegen und eine erhöhte polizeiliche Präsenz - sowohl in Uniform als auch zivil. Auf einigen Weihnachtsmärkten arbeitet die Polizei auch mit privaten Sicherheitsdiensten zusammen.

Lübecker Altstadt, Schleswig-Holstein

Quelle: dpa
Jährlich bummeln 1,5 bis 2 Millionen Besucher durch insgesamt elf Weihnachtswelten in Lübeck. Um die Sicherheit zu gewährleisten, setzt die Stadt in Schleswig-Holstein auf Polizeipräsenz und private Sicherheitsdienste, sie steht in einem engen Austausch mit der Feuerwehr, den Rettungsdiensten, Veranstaltern und mit den Sicherheitsbehörden auf Landes- und Bundesebene. Aber "aktuell liegen den Sicherheitsbehörden keine Erkenntnisse vor, aus denen sich eine konkrete Gefährdung ableiten lassen würde", so Claudia Struck, Sprecherin der Polizeidirektion Lübeck. Wie in den Jahren zuvor sind auch dieses Jahr die Zufahrtswege durch Absperrungen gesichert.

Rathaus, Hamburg

Quelle: dpa
Mehr als zwei Millionen Besucher kamen im letzten Jahr zu dem Weihnachtsmarkt mit rund 80 Ständen am Rathaus in Hamburg. Die Polizei und das zuständige Bezirksamt Mitte haben in diesem Jahr nur wenige Anpassungen am Sicherheitskonzept vorgenommen. Die Behörden sehen "eine abstrakte Gefährdungslage, eine konkrete Gefährdung für Weihnachtsmärkte in Hamburg gibt es derzeit nicht". Trotzdem wird nicht nur auf diesem Weihnachtsmarkt die Sicherheitslage ständig neu bewertet. Als Vorsichtsmaßnahme wurden an anderen Weihnachtsmärkten am vergangenen Wochenende zusätzliche Betonpoller aufgestellt. Diese Blockaden sind allerdings nur ein Teil der allgemeinen Schutz- und Sicherungsmaßnahmen auf den Weihnachtsmärkten. Dazu zählen auch private Sicherheitsdienste, die für Ordnung innerhalb des Veranstaltungsraumes und der Öffnungszeiten sorgen sollen. Hamburgs Polizei zeigt sowohl in Uniform Präsenz, ist aber auch im Einsatz gegen Taschendiebe zivil unterwegs.

Im November verwandelt sich der Hamburger Elbstrand in einen Winterwald mit Ski-Hütte. An den Strandbars gibt es Glühwein und Bratwurst.

07.11.2023 | 02:28 min

Potsdamer Innenstadt, Brandenburg

Quelle: dpa
Der "blaue Lichterglanz" in Potsdam, ist der größte Weihnachtsmarkt Brandenburgs - mit rund 140 Marktständen und etwa einer Million Besucher pro Jahr. Bereits im Vorfeld mussten die Veranstalter Sicherheitskonzepte einreichen. "Wir nehmen uns der Sache an. Wir haben die Lage im Blick und sind mit Einsatzkräften auf den Märkten präsent", bestätigt Polizeisprecher Mario Heinemann. Die Polizisten seien sowohl in Uniform als auch zivil im Einsatz. Natürlich stünden die Weihnachtsmärkte in Brandenburg im Fokus, doch sei "eine akute Verschärfung der Maßnahmen nicht vorgesehen". Pünktlich zur Eröffnung des Marktes standen private Transporter der jeweiligen Standbesitzer an den wichtigen Einfahrtstraßen - etwa dem Brandenburger Tor. Damit soll die Durchfahrt eines LKW, wie bei den Ereignissen in Nizza oder Berlin im Jahr 2016, verhindert werden. Die Kennzeichen der Fahrzeuge sind der Polizei gemeldet, außerdem haben die Standbesitzer immer einen Schlüssel bei sich, falls die Feuerwehr oder ein Krankenwagen auf den Markt muss.

Rostocker Innenstadt, Mecklenburg-Vorpommern

Quelle: dpa
Auf dem größten Weihnachtsmarkt im Norden setzen die Veranstalter auf ein bewährtes Sicherheitskonzept. Die Rostocker Innenstadt, in der sich auf 3,2 Kilometern der Markt erstreckt, wird ganzjährig mit Pollern gesichert. Zum Vorjahr gibt es laut Veranstalter keine strukturellen Veränderungen für die Sicherheit. Denn: Bereits seit mehreren Jahren seien moderne Sperren im Einsatz. Etwa eine Million Besucher erwartet die Stadt in Mecklenburg-Vorpommern dieses Jahr. Um ihre Sicherheit zu gewährleisten, zeigt die Rostocker Polizei wie jedes Jahr verstärkt Präsenz. Mit Beginn des Marktes wurde auf dem Universitätsgelände eine mobile Wache eingerichtet, in der Anzeigen aufgenommen werden können. Unterstützt werden die Rostocker Polizisten und Polizistinnen außerdem von einem Team der Landesbereitschaftspolizei.

Dresdner Altmarkt, Sachsen

Auf den Dresdner Striezelmarkt in Sachsens Landeshauptstadt kommen rund zwei Millionen Besucher. Um die Menschenmassen zu schützen, sind rund um den Markt verschiedene hochwirksame Fahrzeugsperren aufgebaut worden. Die Polizei geht allerdings nur von einer abstrakten, also nicht konkreten, Bedrohungslage aus. Der Markt wird ständig von Polizisten bestreift. Eine spezielle Terrorabwehrgruppe ist im Hintergrund in dauerhafter Bereitschaft. Sorgen, so die Polizei, solle sich niemand machen oder gar von einem Besuch abhalten lassen.

Am Mittwoch hat der berühmte Dresdner Striezelmarkt eröffnet. Als ältester Weihnachtsmarkt Deutschlands zieht er jedes Jahr etwa zwei Millionen Besucher nach Sachsen.

01.12.2023 | 02:29 min

Rund 100 Bäcker in und um Dresden dürfen den echten Dresdner Stollen backen. Das ist Handarbeit und meistens Chefsache. Bevor er verkauft wird, bekommt er ein Siegel vom Stollenprüfer.

29.11.2023 | 01:55 min

Sicherheitskonzept einiger Städte bleibt geheim

Einige Bundesländer wollen die Details ihrer Sicherheitskonzepte nicht öffentlich machen. "Sonst wäre es ja kein Sicherheitskonzept", sagt etwa die Polizei in Bremen. Auch in Magdeburg und Mainz macht man nur wenige Angaben zu den Sicherheitsmaßnahmen.

Rathaus, Bremen

Quelle: dpa
3,4 Millionen Menschen besuchen die rund 200 Stände des Bremer Weihnachtsmarkts jedes Jahr. Die Polizei geht auch in diesem Jahr von einer abstrakten, hohen Gefährdungslage aus. Den Sicherheitsbehörden in Bremen liegen aktuell jedoch keine Erkenntnisse vor, aus denen sich eine konkrete Gefährdung speziell für den Bremer Weihnachtsmarkt ableiten ließe. Dennoch beinhaltet das Sicherheitskonzept der Polizei Bremen den Einsatz unterschiedlicher Barrieren. Details sind nicht bekannt, die Polizei bittet um Verständnis, "dass wir aus polizeitaktischen Gründen auf unser Sicherheitskonzept nicht eingehen können."

Alter Markt in Magdeburg, Sachsen-Anhalt

Quelle: dpa, Archivbild
Der Magdeburger Weihnachtsmarkt ist mit 17.000 qm Fläche, einer Besucherfrequenz von 1,6 Millionen und 150 Ständen der größte im Bundesland Sachsen-Anhalt. Die Polizei Magdeburg ist aufgrund der weltpolitischen Lage sehr wachsam. Seit dem Terroranschlag in Berlin 2016, hat sie ein ausgefeiltes Sicherheitskonzept erarbeitet, zu dem sie aber aus Sicherheitsgründen keine Angaben macht. Augenscheinlich zählen seit Jahren die sogenannten Terrorblocker, also Betonsteine, dazu. Aber auch zivile Streifen und schwer bewaffnete gemeinsame Streifen von Polizei und Ordnungsamt "um das persönliche Sicherheitsgefühl der Gäste zu erhöhen", so der Beigeordnete für Personal, Bürgerservice und Ordnung, Ronni Krug.

Mainzer Innenstadt, Rheinland-Pfalz

Quelle: dpa
In Rheinland-Pfalz sind die Sicherheitsmaßnahmen unterschiedlich - sie richten sich nach der Größe der Weihnachtsmärkte und der Lageeinschätzung vor Ort. Das Innenministerium sagt: "Insgesamt ist von einer spürbaren polizeilichen Präsenz auf und im unmittelbaren Umfeld der Weihnachtsmärkte auszugehen." Auf dem großen Hauptweihnachtsmarkt in der Landeshauptstadt Mainz gibt es aktuell ganz ähnliche Sicherheitsvorkehrungen, wie in den vergangenen Jahren. Ein Sprecher der Stadt schreibt: "Es gibt natürlich auch Zufahrtssperren wie Truc Blocks und Ähnliches in Mainz. Die Marktverwaltung steht in ständigem Austausch mit den Sicherheitsbehörden, dem Veranstaltungsleiter und dem Sicherheitsdienst vor Ort, so dass im Bedarfsfall auf Veränderungen reagiert werden kann." Um die Besucher so gut wie möglich etwa vor Terrorangriffen zu schützen, wollen die Sicherheitsbehörden keine weiteren Details zu ihren Schutzmaßnahmen öffentlich machen.

Bastelexpertin Usha Jain teilt kreative Ideen für den Weihnachtsbaum.

28.11.2023 | 07:44 min

Zugangskontrollen und Evakuierungsübung

In Berlin und Erfurt setzen die Veranstalter nicht nur auf Fahrzeugsperren und Polizeipräsenz, sondern auch auf weitere Sicherheitsmaßnahmen. So gibt es auf dem Bebelsplatz in Berlin eine strikte Zugangskontrolle. In der Thüringer Landeshauptstadt findet hingegen seit Jahren eine Evakuierungsübung statt.

Bebelplatz in Berlin

Quelle: dpa
72 Kunsthandwerker und 30 Gastronomen versammeln sich auf dem Bebelplatz in Berlin. Die Veranstalter haben laut eigener Aussage ein 22-seitiges Sicherheitskonzept mit einer Sicherheitsfirma ausgearbeitet, um die Besucher zu schützen. So gebe es nur zwei Eingänge und es werde eine "strikte Zugangskontrolle" durchgeführt. Bei Bedarf gebe es ähnlich eines Einlasses zu einem Stadion Taschen- sowie Körperkontrollen. Eine videotechnische Überprüfung werde derzeit geprüft. Die Polizei Berlin erklärt, dass Weihnachtsmärkte zwar über eine "besondere Gefährdungsrelevanz" verfügten, aber nicht einer "abstrakten Gefährdung" unterliegen. Man treffe "erkennbare und nicht sichtbare Schutzmaßnahmen". Dafür seien unter anderem sowohl uniformierte als auch zivil gekleidete Polizeikräfte im Einsatz.

Domplatz Erfurt, Thüringen

Quelle: dpa
Über 170 Händler und Schausteller reihen sich am Fuße des Erfurter Doms aneinander. Gut 30.000 Gäste besuchen Thüringens größten Weihnachtsmarkt täglich. Ein mechanisches Zählsystem hilft dabei, den Überblick zu behalten. Ab einer 80-prozentigen Auslastung greift ein erweitertes Sicherheitssystem. Bereits seit Jahren setzt die Stadt dabei auf eine kollegiale Sicherheitspartnerschaft aus Polizei und Ordnungsamt, Feuerwehr, Rettung und zwei privaten Sicherheitsfirmen. Angelehnt an die Notrufnummer 112 findet immer am 1.12. eine Evakuierungsübung statt. Neben der zertifizierten Stahlpoller an den insgesamt fünf Haupteingängen werden die Zugänge dann mit Absperrgitter abgesperrt und die Besucher gebeten, den Erfurter Domplatz zu verlassen.

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