: Aprilwetter mit Kälte sorgt für Unfälle

20.04.2024 | 16:00 Uhr
Blitzeis, Starkregen und Hagel haben für Chaos auf Bayerns Straßen gesorgt. Überhöhte Geschwindigkeit und nicht ausreichender Sicherheitsabstand führten zu Unfällen.

In Bayern hat ein Temperatursturz für Schneeglätte auf der A70 gesorgt. Bei Schirradorf in Oberfranken wurden bei einer Massenkarambolage zahlreiche Menschen verletzt.

20.04.2024 | 00:22 min
Winterwetter im April: Blitzeis, Schnee, Schneeregen und Graupelschauer haben in Bayern für ein ungemütliches Wochenende gesorgt - und streckenweise für Chaos auf den Straßen. Bei zwei Massenunfällen auf bayerischen Autobahnen entstand ein Schaden von bis zu 600.000 Euro.

Massenkarambolage bei Glätte auf der A70

Bei einer Massenkarambolage bei Glätte auf der Autobahn 70 in Oberfranken wurden 15 Menschen verletzt. 29 Fahrzeuge, darunter Autos und ein Fernbus, waren einer Polizeisprecherin zufolge am Samstagvormittag an dem Unfall beteiligt. Auf der Fahrbahn Richtung Bamberg waren 14 Fahrzeuge beteiligt, in der Gegenrichtung Bayreuth waren es 15, darunter nach Polizeiangaben auch ein Lkw und ein Reisebus.
Als Unfallursache nannte die Polizei "Starkregen und Hagel in Verbindung mit überhöhter Geschwindigkeit" sowie nicht ausreichenden Sicherheitsabstand. Die Schadenshöhe beläuft sich ersten Schätzungen zufolge auf 250.000 bis 300.000 Euro.
Die Einsatzkräfte waren mit einem Großaufgebot vor Ort, darunter 130 Feuerwehrleute, sechs Notärzte und 70 Rettungssanitäter. Drei Rettungs- und ein Polizeihubschrauber waren im Einsatz, dazu 15 Rettungswagen. 32 Menschen wurden am Feuerwehrhaus Thurnau betreut und versorgt. Die A70 wurde zwischen Schirradorf und Thurnau-West in beide Richtungen gesperrt.

Zuletzt hatten Schnee und Glätte Mitte Januar für Verkehrschaos gesorgt.

18.01.2024 | 02:18 min

Blitzeis auf der A8 führt zu Massenunfall

Wegen eines Massenunfalls nach Blitzeis wurde die Autobahn 8 südlich von München am Samstag einige Stunden lang voll gesperrt. Am Mittag kam es auf Höhe Bernauer Berg nach Polizeiangaben wegen der Witterungsverhältnisse zu einem Unfall mit acht beteiligten Fahrzeugen. Weil Autos und Autoteile auch auf die Gegenfahrbahn geschleudert wurden, mussten die A8 in beide Richtungen einige Zeit gesperrt werden.
Gegen 16 Uhr wurde die Autobahn wieder komplett freigegeben. Verletzt wurde bei dem Massenunfall niemand, wie ein Polizeisprecher sagte. Die Polizei schätzt den Schaden auf 200.000 bis 250.000 Euro.

Frontalzusammenstoß: Zwei Schwerverletzte in Schwaben

Weiter wurden Zwei Autofahrer wurden bei einem Frontalzusammenstoß auf einer regennassen Straße in Schwaben schwer verletzt. Ein 20-Jähriger war mit seinem Wagen in einer lang gezogenen Rechtskurve bei Eppishausen (Landkreis Unterallgäu) auf die Gegenspur geraten, wie die Polizei am Samstag mitteilte. Sein Fahrzeug prallte frontal mit dem entgegenkommenden Auto eines 58-Jährigen zusammen.

Schneefallgrenze sinkt bis Sonntag

Die Schneefallgrenze sollte bis Sonntag teils auf 400 bis 500 Meter sinken, teilte der Deutsche Wetterdienst (DWD) am Samstag mit. In den Mittelgebirgen sei mit bis zu 15 Zentimetern Schnee zu rechnen. In den Alpen oberhalb von 1.000 Metern könnten es bis zu 30 Zentimeter Neuschnee werden. Gerade auch im nördlichen Franken sei in der Nacht zum Sonntag anhaltender Schneefall möglich, hieß es.

Die Wettervorhersage aus der 19 Uhr-heute-Sendung von 19. April.

05.05.2024 | 00:11 min
Die Temperaturen dürften der Vorhersage nach in der Nacht zwischen 3 Grad unter und 2 Grad über Null liegen. Für Sonntag geht der DWD von weiteren Schnee- und Regenschauern aus, wobei es in Ostbayern nachmittags trocken und teils gar sonnig werden dürfte, bei Temperaturen von bis zu 9 Grad. Die Nacht zum Montag soll dann insgesamt zunehmend trocken werden, bei verbreitet Frost mit Temperaturen bis 5 Grad unter Null.
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Quelle: dpa

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