: Stubb wird finnischer Präsident

11.02.2024 | 19:15 Uhr
Der frühere finnische Regierungschef Alexander Stubb wird neuer Präsident des Landes. Sein Kontrahent Pekka Haavisto gratulierte ihm zum Wahlsieg.

Der frühere Regierungschef Alexander Stubb wird neuer Präsident von Finnland. Bei einer Stichwahl setzte er sich knapp gegen seinen Kontrahenten, Ex-Außenminister Haavisto, durch.

12.02.2024 | 00:22 min
Alexander Stubb wird Präsident von Finnland. Nach Angaben des finnischen Rundfunksenders Yle setzte sich der Ex-Regierungschef knapp gegen seinen Kontrahenten Pekka Haavisto durch. Haavisto räumte seine Niederlage in der Stichwahl um Finnlands Präsidentschaft ein.
Nach Auszählung von 99 Prozent der Wählerstimmen lag Stubb bei 51,7 Prozent der Stimmen, Haavisto bei 48,3 Prozent. 

Stubb: Präsidentschaft größte Ehre des Lebens

Stubb sagte, es handle sich um die größte Ehre seines Lebens. Das Amt des Präsidenten sei eine Aufgabe, die größer als eine Person sei. Er fühle sich ruhig und demütig, aber gleichzeitig auch unendlich glücklich und dankbar. 
Ein vorläufiges Endergebnis sollte noch im Laufe des Wahlabends feststehen. Umfragen hatten Stubb vor dem Wahltag einen deutlicheren Vorsprung vorhergesagt.

Stichwahl: Enges Rennen zwischen Stubb und Haavisto

Bei der ersten Wahlrunde vor zwei Wochen hatten Stubb und Haavisto die meisten Stimmen aller neun Kandidatinnen und Kandidaten erhalten. Dabei schalteten sie andere Schwergewichte der finnischen Politik wie den rechtspopulistischen Parlamentspräsidenten Jussi Halla-aho und den früheren EU-Währungskommissar Olli Rehn aus.

Am Sonntag wird mit einer Stichwahl der nächste finnische Präsident gewählt. Zur Wahl stehen der konservative Ex-Regierungschef Stubb und der grüne Ex-Außenminister Haavisto.

11.02.2024 | 00:23 min
Stubb kam auf 27,2 Prozent der Stimmen, Haavisto auf 25,8 Prozent. Weil jedoch keiner der Kandidaten eine absolute Mehrheit erzielte, kam es zur Stichwahl zwischen den beiden stärksten Kandidaten.
Der neue Präsident wird Nachfolger des bisherigen Staatsoberhauptes Sauli Niinistö und das Amt planmäßig am 1. März übernehmen. Niinistö durfte nach zwei sechsjährigen Amtszeiten nicht noch einmal kandidieren.

Finnland tritt wegen Ukraine-Krieg Nato bei

Er hatte Finnland unter dem Eindruck des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine nach jahrzehntelanger militärischer Bündnisfreiheit in die Nato geführt - unter tatkräftiger Unterstützung von Haavisto, der als damaliger Außenminister unter Regierungschefin Sanna Marin im April 2023 die Nato-Beitrittsurkunde des nordischen Landes unterzeichnet hatte.
Sowohl Stubb als auch Haavisto gelten als proeuropäisch und entschiedene Unterstützer der Ukraine. Mit größeren Auswirkungen auf die finnische Russland-Politik infolge der Wahl wurde deshalb nicht gerechnet.

Elina Valtonen, Außenministerin von Finnland, über ihre Rolle in der Nato: "Wir arbeiten gemeinsam mit unseren Alliierten an der weiteren, stärkeren Abschreckung und Verteidigung unseres Bündnisses."

06.02.2024 | 09:50 min

Direktwahl für finnisches Präsidentenamt

Anders als in Deutschland wird der Präsident in Finnland direkt vom Volk gewählt, er spielt in der Politik auch eine aktivere Rolle als in vielen anderen europäischen Ländern. Zu seinen wichtigsten Aufgaben zählt, zusammen mit der Regierung über die Außen- und Sicherheitspolitik zu entscheiden, Regierungsmitglieder zu ernennen und Gesetze abzusegnen. Er ist auch Oberbefehlshaber der finnischen Streitkräfte. Aus der Innenpolitik hält er sich dagegen weitgehend heraus.
Quelle: dpa, AFP

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