: Bauern protestieren am Frankfurter Flughafen

03.02.2024 | 15:43 Uhr
Hunderte Landwirte haben am Frankfurter Flughafen gegen den Subventionsabbau demonstriert. Laut Polizei waren 400 Traktoren vor Ort - angekündigt waren deutlich mehr.

Demonstration an Deutschlands größtem Airport: Traktoren blockieren Straßen rund um den Frankfurter Flughafen. Passagiere sollen mit öffentlichen Verkehrsmitteln anreisen.

03.02.2024 | 00:22 min
Hunderte Landwirte haben mit einer Protestfahrt um den Frankfurter Flughafen gegen das Auslaufen der Steuererstattungen für Agrardiesel demonstriert. Wie ein Polizeisprecher sagte, begaben sich die Bauern am Samstagmorgen gegen 6 Uhr Richtung Airport. Angekündigt waren bis zu 2.000 Traktoren, es kamen aber deutlich weniger. Die Polizei sprach von etwa 400 Traktoren.
Der Flughafenbetreiber Fraport bat darum, mit öffentlichen Verkehrsmitteln anzureisen oder für die Anreise im Auto mehr Zeit einzuplanen. Es sei zwar zu kurzzeitigen Beeinträchtigungen gekommen, das große Chaos sei aber ausgeblieben, sagte ein Sprecher der Polizei am Samstagmorgen. Straßensperrungen wurden mittlerweile wieder aufgehoben.
Posting der Polizei Frankfurt

Steuergelder allein könnten nicht die Probleme der Bauern lösen - es werde für Anderes gebraucht. Steuererhöhungen seien keine Option: "Wir brauchen wirtschaftlichen Aufschwung".

15.01.2024 | 07:28 min

Frankfurter Flughafen gezielt ausgesucht

Der Protest richtet sich gegen das Auslaufen der Steuererstattungen für Agrardiesel. Den Frankfurter Flughafen wählten die Landwirte nicht zufällig aus. Es gehe bei dem Protest nicht mehr nur um Agrardiesel, sondern um fairen Wettbewerb, teilten mehrere der teilnehmenden Bauernverbände mit.
Was für die Luftfahrt gilt, muss auch für uns Bauern gelten: Nach wie vor wird Flugbenzin nicht besteuert, weil damit ein Wettbewerbsnachteil für die deutsche Luftfahrt verbunden wäre.
Mitteilung mehrerer Bauernverbände
Der Flughafen Frankfurt und der Cargo-Bereich stünden symbolisch für die Einbindung der deutschen Wirtschaft und Landwirtschaft in globale Lieferketten und Märkte.

"Man kann bei uns Bauern nicht sparen, weil wir im Prinzip überhaupt nicht – oder ganz schlecht nur – über die Runden kommen", sagt Öko-Landwirt Jörg Lauenroth-Mago.

29.01.2024 | 04:42 min
Quelle: dpa

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