: Wirtschaftsweise: 2023 leichtes Wachstum

von Dominik Rzepka
22.03.2023 | 09:25 Uhr
Die deutsche Wirtschaft wird in diesem Jahr leicht wachsen - anders als zunächst erwartet. Die Finanzmärkte seien stabil, mit einer neuen Bankenkrise rechnen die Experten nicht.
Wirtschaftsexperten rechnen 2023 sogar mit einem leichten wirtschafts-Plus.Quelle: dpa
Eigentlich hatten die Expertinnen und Experten der Bundesregierung für dieses Jahr mit einer Rezession gerechnet. In ihrer letzten Prognose erwarteten die sogenannten Wirtschaftsweisen ein Schrumpfen der deutschen Wirtschaft um 0,2 Prozent.
Jetzt aber rechnet der Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung mit einem leichten Plus von 0,2 Prozent für 2023. Die Aussichten hätten sich aufgehellt, vor allem die Energerieversorgung belaste die Wirtschaft nicht allzu sehr, so die Vorsitzende der Wirtschaftsweisen, Monika Schnitzer.
Die deutsche Wirtschaft hat sich widerstandsfähig gezeigt.
Monika Schnitzer, Vorsitzende Sachverständigenrat
Auch die Abkehr der strikten Non-Covid-Politik Chinas habe die Aussichten aufgehellt. Insgesamt erhole sich die Konjunktur langsam, teilten die Wirtschaftsweisen am Mittwoch in Berlin mit.

Die Wirtschaftsweisen halten den Finanzmarkt trotz der derzeitigen Krisen einiger Banken für stabil. ZDF-Börsenexpertin Valerie Haller mit Einzelheiten.

22.03.2023 | 01:07 min

Inflation von 6,6 Prozent erwartet

Allerdings belaste die Inflation die Konjunktur in Deutschland nach wie vor. Viele Menschen hätten weniger Geld in der Tasche, die Kaufkraft sei folglich unter Druck. In diesem Jahr rechnet das Gremium mit einer Inflation von 6,6 Prozent.
Auch im kommenden Jahr werde die Inflation ein Problem bleiben. 2024 werde sie aber mit 3,0 Prozent geringer ausfallen. Die Sachverständigen rechnen dann mit einem Wachstum von 1,3 Prozent.
Droht eine neue Bankenkrise? ZDF-Expertin schätzt ein:

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Experten halten Finanzmärkte für stabil

Die Stabilität der Finanzmärkte hält das Gremium trotz der derzeitigen Bankenkrise aktuell für nicht gefährdet. Zwar sei die Unsicherheit an den Finanzmärkten wegen der Turbulenzen um die Schweizer Bank "Credit Suisse" gestiegen.
Dennoch sei die Situation heute nicht vergleichbar mit der Bankenkrise 2008. Die Schwierigkeiten einzelner Banken basiere nämlich nicht auf wertlosen Finanzprodukten, sagt Wirtschaftsweise Ulrike Malmendie.

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