: Streumunition trifft Journalisten in Ukraine

22.07.2023 | 19:57 Uhr
Ein Kameramann der Deutschen Welle ist in der Ukraine durch russische Streumunition verletzt worden. Andernorts wurde wohl ein russischer Reporter durch Ukraine-Beschuss getötet.

Moskau wirft Kiew einen Angriff mit Streumunition auf sein Gebiet vor, zugleich meldet auch Kiew Tote. Indes drängen viele Länder im UN-Sicherheitsrat auf einen neuen Getreidedeal.

22.07.2023 | 01:54 min
Im Osten der Ukraine ist ein Kameramann der Deutschen Welle (DW) verletzt worden, wie der Sender mitteilte. Demnach geriet ein Team der Deutschen Welle bei Dreharbeiten auf einem Truppenübungsplatz der ukrainischen Armee etwas mehr als 20 Kilometer hinter der Front bei Druschkiwka im Gebiet Donezk Samstagmittag unter russischen Artilleriebeschuss.
Der Kameramann habe Splitterverletzungen durch russische Streumunition erlitten. "Wir filmten Schießübungen der ukrainischen Armee, als wir plötzlich mehrere Explosionen hörten", schilderte ein DW-Korrespondent von vor Ort der Mitteilung zufolge den Angriff.

Ukrainische Armee: Russischer Beschuss mit Streumunition

"Wir legten uns hin, weitere Explosionen folgten, wir sahen, dass es Verwundete gab", sagte der Korrespondent weiter. Später habe die ukrainische Armee bestätigt, dass der Beschuss mit Streumunition erfolgt sei.

Nach US-Informationen wird die gelieferte Streumunition von der Ukraine bereits effektiv gegen die russischen Angreifer eingesetzt.

21.07.2023 | 01:36 min
Bei dem Vorfall wurde den Angaben zufolge auch ein ukrainischer Soldat getötet und mehrere schwer verletzt. Ein DW-Korrespondent und ein Sicherheitsbegleiter hätten den Angriff unverletzt überstanden. Der Kameramann sei in einem örtlichen Krankenhaus und sein Zustand stabil, hieß es weiter. Auch das Fahrzeug der Journalisten sei getroffen worden.

Moskau: Russischer Militärkorrespondent in Südukraine getötet

DW-Intendant Peter Limbourg sagte, dass trotz aller getroffenen Sicherheitsvorkehrungen und weit entfernt von der Front die Arbeit der Kollegen und Kolleginnen im Kriegsgebiet gefährlich bleibe.
Im Süden der Ukraine ist nach Angaben aus Moskau ein russischer Militärkorrespondent im Kampfgebiet des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine ums Leben gekommen. "Durch Beschuss mit Streumunition vonseiten der ukrainischen Streitkräfte haben vier Journalisten unterschiedlich schwere Verletzungen erlitten", teilte das russische Verteidigungsministerium am Samstag mit.
Der Korrespondent der staatlichen russischen Nachrichtenagentur Ria Nowosti, Rostislaw Schurawljow, erlag demnach auf dem Weg zum Feldlazarett seinen Verwundungen. Die Agentur bestätigte seinen Tod.

Saporischschja im Fokus der ukrainischen Gegenoffensive

Neben Schurawljow wurden noch ein Fotokorrespondent von Ria Nowosti und zwei Mitarbeiter der kremlnahen Tageszeitung "Iswestija" getroffen. Die Gruppe soll im Raum Pjatychatky südlich von Saporischschja unter Feuer geraten sein. Die Medienvertreter werden nun in die von russischen Besatzungstruppen kontrollierte ukrainische Großstadt Melitopol gebracht.

Laut den USA gibt es Hinweise, dass Russland Seeminen in den Zufahrten zu ukrainischen Häfen verlegt hat. Für die zivile Schifffahrt wurden Warnungen ausgesprochen.

20.07.2023 | 00:28 min
Die ukrainischen Streitkräfte haben die Ortschaft Pjatychatky im Zuge ihrer seit Juni laufenden Gegenoffensive als befreit gemeldet. Allerdings gibt es in dem Raum immer noch heftige Kämpfe. Kiewer Truppen versuchen seit Wochen hier und an zwei weiteren Stellen im Gebiet Saporischschja, die stark befestigten Verteidigungslinien der Russen an der Südfront zu durchbrechen.
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Quelle: dpa

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