: Starkes DHB-Team verliert gegen Norwegen

23.01.2023 | 22:57 Uhr
In einem packenden Spiel fügt Norwegen den wiederum starken deutschen Handballern die erste Niederlage bei dieser WM zu. Im Viertelfinale trifft Deutschland auf Frankreich.

Deutschland - Norwegen, Hauptrunde, 3. Spieltag, Zusammenfassung

23.01.2023 | 05:48 min
Die deutschen Handballer treffen im Viertelfinale der WM auf Rekord-Champion Frankreich. Das Team von Bundestrainer Alfred Gislason verlor das letzte Hauptrundenspiel gegen Norwegen mit 26:28 (16:18) und beendete die zweite Turnierphase als Gruppenzweiter.

Viertelfinale steigt am Mittwoch

Vor rund 4.500 Zuschauern in Kattowitz war Juri Knorr mit acht Toren bester Werfer für die deutsche Mannschaft.
Beide Teams waren schon zuvor für die K.o.-Runde qualifiziert. "Es ist ganz klar, dass wir nicht unser bestes Spiel machen", sagte der 22-Jährige in der ARD. Es sei einiges drin gewesen für die deutsche Mannschaft.
"Natürlich leben wir heute mit der Niederlage besser als in zwei Tagen. Ich glaube trotzdem, dass uns das alle ziemlich nervt", befand der Spielmacher und blickte auf die Frankreich-Partie voraus:
Ich bin mir ganz sicher, dass wir am Mittwoch mit einem anderen Gesicht auftreten.
Juri Knorr
Trotz der Niederlage lobte Gislason seine Spieler für ihre Leidenschaft und ihren Einsatz, monierte dann aber die zahlreichen vergebenen Chancen in der zweiten Halbzeit. "Es ist schade, wie wir in der zweiten Halbzeit mit sehr klaren Chancen umgehen. Wir hätten das Spiel mit einer besseren Quote von der Sechs-Meter-Linie nach Hause fahren müssen", sagte der Isländer. Seine Mannschaft habe "einen Riesen -Charakter", die Mannschaft werde in der Breite "immer besser". 

Bei der Handball-WM musste sich die deutsche Nationalmannschaft Norwegen im letzten Gruppenspiel mit 26:28 geschlagen geben. Im Viertelfinale geht es nun gegen Frankreich.

24.01.2023 | 01:46 min
Die Hauptgründe, warum die DHB-Auswahl das Spiel durchgehend eng gestalten konnte, hatten zwei Namen: Juri Knorr und Andreas Wolff. Der junge Regisseur und der erneut überragende Torhüter prägten das Spiel der deutschen Mannschaft.

Wolff wieder überragend

Gislason bot von Beginn an zunächst Joel Birlehm im Tor auf, der allerdings nicht ins Spiel fand. Bereits in der 9. Minute brachte der Bundestrainer Andreas Wolff ins Spiel. Wenige Sekunden nach seiner Einwechslung zeigte der 31-Jährige seine erste starke Parade. Bis zum Schlusspfiff ließ er etliche weitere Folgen. Das war auch nötig, weil die deutsche Defensive weiter nicht zur Stabilität fand.
Zur Pause führte Norwegen mit zwei Toren. Nach dem Seitenwechsel bauten die Norweger allerdings ab und scheiterten etliche Male am überragenden Wolff. Das Problem war, dass auch die deutsche Mannschaft teils beste Gelegenheiten ausließ. Trotzdem blieb es eng, auch, wenn es am Ende nicht mehr zum Remis oder gar Sieg reichte. 

Viertelfinale steigt am Mittwoch

Am Dienstag zieht die DHB-Auswahl nach Danzig um. Dort steigt am Mittwoch das Duell mit dem sechsmaligen Titelträger und Olympiasieger. Die weiteren Begegnungen im Viertelfinale lauten Norwegen - Spanien, Schweden - Ägypten und Dänemark - Ungarn.
Quelle: dpa, sid

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