: UEFA gibt EM-Gastgeber 2028 und 2032 bekannt

10.10.2023 | 12:10 Uhr
Die UEFA hat die die nächsten beiden Fußball-Europameisterschaften vergeben. 2028 findet das Turnier in Großbritannien und Irland statt, 2032 in Italien und der Türkei.

Die Fußball-EM 2028 findet in Großbritannien und Irland statt. Vier Jahre später kommt die Türkei als Co-Gastgeber gemeinsam mit Italien zum Zug.

10.10.2023 | 00:31 min
Die UEFA hat die Fußball-Europameisterschaften der Männer vergeben. Die EM 2028 tragen die vier britischen Länder England, Wales, Schottland und Nordirland gemeinsam mit Irland aus. Die EM 2032 geht an die gemeinsame Bewerbung Italiens und der Türkei. Die nun beschlossenen Gastgeber waren jeweils die einzigen Kandidaten.

Zeremonie im Schnelldurchgang

UEFA-Chef Aleksander Čeferin verzichtete in der schlichten und im Schnelldurchlauf durchgeführten Zeremonie auf einen künstlichen Spannungsaufbau. Innerhalb von nur einer Minute und ohne ein aufgesetztes Pokerface verkündete er das, was schon vor der Exekutivkomitee-Sitzung am Dienstag in Nyon quasi feststand.

Er hält seinen Verband weitgehend skandalfrei, half die Super League zu verhindern, hat aber mit schwerreichen Investoren zu kämpfen: UEFA-Präsident Aleksander Čeferin.

02.04.2023 | 05:59 min
"Aber als ich die Präsentationen heute gesehen habe, habe ich es sehr genossen", sagte Čeferin zu Beginn der Zeremonie an die künftigen EM-Gastgeber gerichtet. Er habe sich innerhalb einer Sekunde so gefühlt, "als habe die EM bereits angefangen".

Stadien der EM 2028 stehen schon fest

Für die EM 2028 sind die zehn Spielorte bereits fix, darunter sechs in England. Neben dem Londoner Wembleystadion - mit einem Fassungsvermögen von 90.000 Zuschauern die größte Spielstätte - finden weitere Spiele im Tottenham Hotspur Stadium (London/62.850 Zuschauer), Etihad Stadium (Manchester/53.400) und dem noch nicht fertiggestellten Everton Stadium (Liverpool/52.888) statt, sowie dem St. James' Park in Newcastle (52.000) und dem Villa Park in Birmingham (42.657).
Wales ist mit dem Principality Stadium in Cardiff vertreten (74.500), Schottland mit dem Glasgower Hampden Park (51.866), Irland mit Dublins Aviva Stadium (51.700) und Nordirland mit dem kleinsten Stadion der EM 2028 - 34.500 Fans passen in den Casement Park in Belfast.
Beim bislang letzten EM-Spiel auf der Insel stand Wembley im Fokus, wo England das Finale der in zwölf Ländern ausgetragenen EM 2021 gegen Italien 3:4 nach Elfmeterschießen verlor.
Auch 1996, als England alleiniger EM-Gastgeber war, reichte es nicht zum Titel. Im Halbfinale unterlagen die Three Lions ebenfalls nach Elfmeterschießen (6:7) der DFB-Elf, die kurz darauf ihren dritten EM-Titel im Endspiel gegen Tschechien (2:1) holte.

Türkei erstmals Gastgeber eines großen Turniers

Die Türkei hatte zuvor ihre Kandidatur für 2028 gegen das favorisierte Vereinigte Königreich sowie Irland zurückgezogen.
Italien war 1968 und 1980 alleiniger EM-Ausrichter, für die Türkei ist die Gastgeber-Rolle 2032 eine Premiere. In welchen Stadien gespielt werden soll, steht noch nicht fest.

UEFA hebt Nachbar-Regelung auf

Der türkische Verband war zuvor bei mehreren Anläufen gescheitert und wäre auch bei einem offenen Wettstreit mit Italien nur Außenseiter gewesen. Da jedoch Italien - WM-Gastgeber von 1990 - in absehbarer Zeit keine zehn EM-reifen Arenen gebaut oder renoviert bekommen hätte, entschieden sich beide Verbände zu einer gemeinsamen Kandidatur.
Dafür rückte die UEFA auch von ihrer eigentlichen Richtlinie ab, dass nur benachbarte Länder zusammen eine EM ausrichten können. 

Große Turniere kaum von einem Land zu stemmen

Mit der Doppel- oder Mehrfachvergabe - wie zuletzt bei der WM 2030 - setzt sich der Trend fort, dass es für die ausgeweiteten Turniere immer seltener mehrere Bewerbungen und kaum noch Kandidaturen einzelner Länder gibt.
Durch die Vergrößerung der EM auf 24 Teilnehmer und 51 Partien gibt es in Europa immer weniger Kandidaten, die das Turnier alleine stemmen können.
Quelle: dpa

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