: Fehlstart: DFB-Elf "frustriert und verärgert"

23.11.2022 | 17:49 Uhr
Nach der Auftaktniederlage der deutschen Nationalmannschaft gegen Japan bei der WM in Katar ist die Enttäuschung der Spieler und Funktionäre groß. Stimmen zum Spiel.

Manuel Neuer, Joshua Kimmich und Hansi Flick über die Gründe für die Niederlage gegen Japan und die Protest-Aktion vor dem Spiel.

23.11.2022 | 07:10 min
Die Spieler der deutschen Nationalmannschaft haben frustriert auf die Auftaktniederlage bei der Fußball-WM in Katar reagiert. "Ich bin frustriert und verärgert, dass wir das Spiel noch aus der Hand gegeben haben", sagte Kapitän Manuel Neuer bei MagentaTV.
Jetzt haben wir den Salat.
Manuel Neuer, Kapitän DFB-Elf
"Gegen Spanien müssen wir es besser machen und zeigen, welches Potenzial wir haben."

Trainer Flick: Haben dennoch Qualität, Spanien zu schlagen

Auch der Bundestrainer Hansi Flick zeigte sich enttäuscht: "Wir hatten viel Ballbesitz, waren mehr als verdient in Führung. Dann hatten wir viele Chancen, die wir nicht gemacht haben - da hat uns Japan, was die Effizienz betrifft, klar geschlagen und deshalb das eine Tor mehr gemacht."
Das ist brutal enttäuschend.
Hansi Flick, Nationaltrainer
Diese individuellen Fehler dürften nicht passieren, so der Bundestrainer. "Das müssen wir abstellen. Wir müssen gewisse Dinge besser machen und gehen jetzt in die Analyse. Wir haben dennoch die Qualität, Spanien zu schlagen."

Bei ihrem ersten WM-Spiel hat die deutsche Fußball-Nationalmannschaft gegen Japan verloren. Wie kam es zu der Niederlage? Dazu eine Einschätzung von ZDF-Moderator Sven Voss.

23.11.2022 | 02:10 min

Auch Gündogan enttäuscht

"Wie die Gegentore gefallen sind, das war viel zu einfach", sagte DFB-Spieler Ilkay Gündogan. "Vor allem das zweite - ich weiß nicht, ob jemals bei einer Weltmeisterschaft ein einfacheres Tor erzielt wurde. Wir haben das Spiel weitestgehend dominiert."
Das darf nicht passieren, wir sind bei einer WM.
Ilkay Gündogan
"Wir hatten unfassbare Möglichkeiten und haben das zweite Tor nicht gemacht." Die Mannschaft spiele in den Positionen nicht schlecht, aber es fehle die Überzeugung. "Dass man den Ball hält, dass man sich bewegt, dass man sich anbietet. Man hatte das Gefühl, dass nicht jeder den Ball haben wollte."

Müller: Müssen uns mangelnde Effizienz vorwerfen

Selbstkritik auch bei Bayern-Star Thomas Müller: "Wir haben vom Gefühl her über weite Strecken ein gutes Spiel gemacht. Ein gutes Spiel zeichnet sich aber dadurch aus, dass man Chancen in Tore ummünzt. Aberwitzig, dass wir hier jetzt mit einer Niederlage dastehen."
Wie wir die Tore kassiert haben, haben wir nicht unverdient verloren.
Thomas Müller
"Am Ende müssen wir uns die mangelnde Effizienz vorwerfen." Eine Niederlage zum Start sei "genau das Gegenteil von dem, was du brauchen kannst". Jetzt habe die DFB-Elf einen absoluten Nachteil: "Gegen Spanien müssen wir fast schon gewinnen. Diesen Druck wollten wir uns eigentlich nehmen."
Die Deutsche Nationalmannschaft trifft am 27. November (20 Uhr/ZDF-Livestream) auf Spanien. Außerdem ist noch Costa Rica in der Gruppe E.

Wann beginnt die Fußball-WM 2022 in Katar?

Die Weltmeisterschaft findet vom 20. November bis 18. Dezember 2022 in Katar statt. Damit ist sie die erste Fußball-WM, die im Winter stattfindet, und die kürzeste seit der Weltmeisterschaft 1978 in Argentinien. Das Eröffnungsspiel wird am 20. November im Al Bayt Stadion ausgetragen. Am 18. Dezember steigt das Finale. Es findet im 80.000 Zuschauer fassenden Lusail-Stadion statt.

Wer überträgt die WM im TV und im Internet?

Die ARD und das ZDF werden 48 von 64 WM-Spielen im TV und als Stream in den Mediatheken übertragen. Dazu gehören alle Partien mit deutscher Beteiligung, das Eröffnungsspiel (ZDF), die Halbfinalspiele und das Finale (ARD). Die Telekom wird lediglich 16 Spiele exklusiv ausstrahlen (alle im Pay-TV). Dazu gehören die acht Parallelspiele am dritten Spieltag der Gruppenphase.

ARD und ZDF haben sich auf diese Verteilung geeinigt:

  • ARD: Deutschland - Japan (23. November, 14 Uhr)
  • ZDF: Spanien - Deutschland (27. November, 20 Uhr)
  • ARD: Costa Rica - Deutschland (1. Dezember, 20 Uhr)
  • Bei einem Weiterkommen der deutschen Mannschaft überträgt das ZDF das deutsche Achtel- und ein mögliches Halbfinale. Die ARD zeigt ein Viertelfinale mit deutscher Beteiligung und das Finale

Die Partien im ZDF werden sowohl im TV als auch in Deutschland in der ZDFmediathek im Internet per App auf Tablet, Smartphone oder Smart-TV sowie über HbbTV zu sehen sein.

In welchen Stadien wird gespielt?

  • Stadt al-Chaur: Al-Bayt-Stadion - Kapazität: 60.000 Zuschauer (Eröffnungsspiel am 20. November)
  • Ar-Rayyan: Education City Stadium: 40.000 Zuschauer, Khalifa International Stadium: 40.000 Zuschauer, Ahmed bin Ali Stadium: 21.282 Zuschauer
  • Doha: Stadium 974: 40.000 Zuschauer, Al-Thumama-Stadion: 40.000 Zuschauer
  • Al-Wakra: Al-Janoub-Stadium: 40.000 Zuschauer
  • Lusail: Lusail Iconic Stadium: 86.250 Zuschauer (WM-Finale am 18. Dezember)

Wie ist der Spielmodus?

Die WM 2022 wird im gewohnten Turniermodus ausgetragen. Die 32 teilnehmenden Mannschaften spielen in der Vorrunde in acht Vierergruppen. Die Erst- und Zweitplatzierten jeder Gruppe kommen weiter ins Achtelfinale. Ab diesem Zeitpunkt wird im K.o.-Modus gespielt.

Wer sind Deutschlands Gruppengegner?

Deutschlands Gegner in der Gruppe E sind Spanien, Japan und Costa Rica. Das erste Spiel bestreitet Deutschland gegen Japan am 23. November um 14 Uhr. Das Spiel Spanien – Deutschland findet am 27. November um 20 Uhr statt. Gegen Costa Rica spielt Deutschland am 1. Dezember um 22 Uhr.

Wer ist der Titelverteidiger?

Frankreich holte sich bei der Fußball-WM 2018 in Russland ihren zweiten WM-Titel. Das Finale gewann das Team von Didier Deschamps gegen Kroatien mit 4:2.
Quelle: sid

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