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: Dänemark speichert CO2 unter der Nordsee

08.03.2023 | 11:10 Uhr
Der dänische Kronprinz Frederik gibt heute den Startschuss für die erste CO2-Einspeicherung unter der Nordsee. Warum das Projekt auch über die Landesgrenze hinweg interessant ist.

Im Kampf gegen den Klimawandel will Dänemark CO2 unter dem Meeresboden speichern. CO2, das in Belgien aufgefangen wurde, soll in einem alten Ölfeld eingelagert werden.

08.03.2023 | 00:25 min
Dänemarks Kronprinz Frederik gibt am Mittwoch den Startschuss zur ersten CO2-Einspeicherung im Meeresgrund unter dem dänischen Teil der Nordsee.
Erstmals überhaupt soll dabei in der Hafenstadt Esbjerg die gesamte Wertschöpfungskette für die Abscheidung und Einlagerung von Kohlendioxid (Carbon capture and storage, kurz CCS) über Ländergrenzen hinweg demonstriert werden.
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CO2-Einlagerung in einem alten Ölfeld

In Belgien eingefangenes und per Schiff transportiertes CO2 soll dabei im Rahmen des Projektes Greensand in einem alten Ölfeld eingelagert werden, das sich gut 200 Kilometer von der dänischen Nordseeküste entfernt befindet.
Bei Greensand arbeitet ein Konsortium um die Unternehmen Wintershall Dea und Ineos zusammen. Die beteiligten Konzerne halten CCS für ein wichtiges Instrument im Kampf gegen die Klimakrise. Wintershall zufolge handelt es sich bei dem Projekt um die weltweit erste grenzüberschreitende Offshore-CO2-Einspeicherung, die explizit den Zweck hat, den Klimawandel zu mindern.
Auch Nachbarland Norwegen hat ähnliche Pläne:

Bis zu 13 Millionen Tonnen jährliche CO2-Speicherung

Dänemark hatte vor gut einem Monat erste Zulassungen erteilt, damit Unternehmen im größeren Maßstab CO2 unter dem Meeresboden der Nordsee einlagern können. Sie gingen zum einen an den Konzern TotalEnergies, zum anderen an das Konsortium um die deutsche Wintershall Dea.
Es wird demnach damit gerechnet, dass im Rahmen der beiden Projekte ab 2030 bis zu 13 Millionen Tonnen Kohlendioxid jährlich unter dem dänischen Teil der Nordsee gespeichert werden können, 8 Millionen Tonnen davon beim Projekt Greensand.
Quelle: dpa

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