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: Mehr Fairplay durch Sport

von Michaela Waldow und Benno Krieger
06.04.2024 | 07:09 Uhr
Sport bedeutet nicht nur körperliche Anstrengung, sondern steht auch für Rücksicht und Toleranz. Der Internationale Tag des Sports für Entwicklung und Frieden erinnert daran.
Durch gemeinsamen Sport können Vorurteile abgebaut werden.Quelle: Imago
Sport ist gesund. Er stärkt Muskeln und Herz-Kreislauf-Systeme und trägt zur Verringerung der Risiken vieler chronischer Krankheiten wie Diabetes und Fettleibigkeit sowie Herzkrankheiten bei.
Er hat noch eine weitere wichtige Funktion: Sport schafft einen Raum, in dem sich Menschen unterschiedlicher Kulturen und Überzeugungen begegnen. Menschen können dabei lernen, Konflikte auf konstruktive Weise zu lösen. Sport kann Werte wie Toleranz und Fairness fördern und zu einem friedlicheren Zusammenleben führen.

Frankreichs Präsident Macron hat im Februar das Olympische Dorf für die Sommerspiele in Paris eingeweiht.

29.02.2024 | 01:34 min

Der Olympische Gedanke

Der Einfluss von Sport auf ein friedliches Zusammenleben bekommt am 6. April besondere Aufmerksamkeit. Weltweit wird dann der Internationale Tag des Sports für Entwicklung und Frieden gefeiert. Denn am 6. April 1896 wurden die ersten Olympischen Sommerspiele der Antike eröffnet, mit dem Ziel, alle Völker im friedlichen Wettstreit zusammenzubringen.
Bis heute sind die Olympischen Spiele eine der größten Sportveranstaltungen. In wenigen Monaten werden zu Olympia in Paris über 10.000 Athletinnen und Athleten erwartet. Allerdings werden die Olympischen Spiele immer wieder von Problemen beschattet, die im Kontrast zu den positiven Werten stehen.

Doping: Über 100 aberkannte Olympia-Medaillen

Allein zwischen 1972 und 2016 wurden Sportlern bei Olympischen Sommerspielen nach Recherchen von Zeit Online über 100 Medaillen aufgrund von Doping aberkannt.
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Für die Spiele in Tokio 2021 wurde aufgrund von systematischem Staatsdoping mit Russland sogar ein Land ausgeschlossen - damit gab es offiziell 206 teilnehmende Nationen. Unter strengen Auflagen durften an den Spielen in Japan 335 Russen als neutrale Athleten teilnehmen, ohne Flagge, ohne Hymne und nur in Einzelsportarten.
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2024 in Paris dürfen Sportler aus Russland und Belarus ebenfalls nur als neutrale Athleten starten und auch nicht an der Eröffnungsparade teilnehmen. Der Grund dieses Mal ist der russische Angriffskrieg auf die Ukraine. Daher sind Athleten, die russischen oder belarussischen Sicherheits- oder Militärdiensten angehören, ebenfalls ausgeschlossen.

Nach dem IOC-Beschluss, russische und belarussische Athleten von der Olympia-Eröffnungsfeier auszuschließen, beklagt Moskau Rassismus und Neonazismus.

21.03.2024 | 00:51 min

Hautfarbe spielt keine Rolle

Trotzdem können internationale Wettkämpfe zu einer besseren Völkerverständigung beitragen. Dass Athleten toleranter gegenüber ihren Mitstreitern sind, zeigt eine Studie der Deutschen Sporthilfe aus dem Jahr 2023: Für 86 Prozent der deutschen Athleten spielt die Hautfarbe keine Rolle. In der Gesamtbevölkerung sagen das 47 Prozent. Auch in der Beurteilung über Herkunft und Geschlecht sind Athleten toleranter.
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Für die meisten Menschen in Deutschland sind Spitzensportler Vorbilder. Über 60 Prozent der Bevölkerung sehen in ihnen eine Inspiration für Leistungsbereitschaft, Fairplay und Vielfalt.
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Gemeinschaftsgefühl durch Sport

Sport spielt in Deutschland eine zentrale Rolle. In Sportvereinen gibt es verschiedene Möglichkeiten, Teil einer aktiven Gemeinschaft zu sein. Im Breitensport treffen Menschen aus verschiedenen sozialen und kulturellen Hintergründen aufeinander.
Vereine können so integrativ wirken. Durch gemeinsames Training können Mitglieder ein Gefühl der Zugehörigkeit entwickeln und soziale Netzwerke aufbauen.

Mitgliederzahlen steigen wieder

Rund 86.000 Sportvereine gab es 2023 in Deutschland und fast 28 Millionen Mitglieder. Nach den jahrelang eher rückläufigen Mitgliederzahlen gab es laut dem Deutschen Sportbund 2023 nach der Corona-Delle einen Anstieg um drei Prozent zum Vorjahr. Die Zahl der Vereine nahm dennoch weiter ab: Gab es 2013 noch rund 90.800 Vereine, waren es zehn Jahre später 86.400.
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Ein zusätzlicher Aspekt im Sport ist das breite Spektrum für ehrenamtliche Mitarbeit. Freiwillige Helfer sind für Sportvereine unverzichtbar. Vom Streckenposten bis zum Vorstand gibt es Möglichkeiten, sich freiwillig zu engagieren, Anerkennung zu bekommen und Teil einer Gemeinschaft zu sein. Laut des zuständigen Bundesministeriums engagiert sich der größte Teil der Ehrenamtler (13,5 Prozent) im Sport-Bereich.
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