: A2 "gleicht immer noch einem Trümmerfeld"

30.08.2023 | 18:50 Uhr
Die A2 in Sachsen-Anhalt bleibt in Richtung Hannover nach einem Verkehrsunfall mit Gasflaschen weiter gesperrt. Es sei völlig unklar, wie lang die Bergungsarbeiten dauern werden.
Die A2 ist nach einem schweren Verkehrsunfall weiterhin in beide Richtungen gesperrt.Quelle: dpa
Die A2 als wichtige Ost-West-Verbindung bleibt nach dem tödlchen Lkw-Unfall in Richtung Hannover noch bis mindestens Samstag gesperrt - auf dem Abschnitt zwischen Theeßen und Lostau in Sachsen-Anhalt.
"Die Autobahn gleicht immer noch einem Trümmerfeld", sagte Tino Möhring, Sprecher der Autobahn GmbH des Bundes, am Mittwoch. Derzeit sei noch völlig unklar, wann die ausgebrannten Fahrzeuge in Richtung Hannover geborgen werden könnten.
Erst dann sei überhaupt eine Begutachtung der Schäden an der Autobahn möglich. In Fahrtrichtung Berlin wurde die Strecke am Mittwochabend wieder geöffnet.

Polizei: Unfallaufnahme beendet

Die Polizei konnte nach eigenen Angaben die Unfallaufnahme vor Ort am Mittwochnachmittag beenden. Die Ermittlungen liefen, Aussagen zur Unfallursache seien aber noch nicht möglich, so eine Sprecherin.
Die Toten seien zuvor durch Einsatzkräfte der Feuerwehr aus ihren Fahrzeugen geborgen worden. Ihre Identität sei bislang ungeklärt. Zudem sei ein 54 Jahre alter Mann leicht verletzt worden.

Lachgas- und Gefahrgut-Lkw kollidieren miteinander

Ersten Ermittlungen zufolge ist der Fahrer eines Gefahrguttransporters zwischen den Anschlussstellen Theeßen und Burg-Ost in ein Stauende vor einer Baustelle gefahren. Dabei seien drei Lastwagen vor ihm ineinandergeschoben worden, hieß es. Ein fünfter Lkw fuhr auf die anderen Lastwagen auf. Er war mit Druckbehältern, gefüllt mit Lachgas, beladen.
Durch die Kollision habe sich rasch ein Brand entwickelt. Die Flammen hätten sich von dem Lkw mit den Lachgas-Behältern auf den Gefahrguttransport ausgebreitet. Es seien Giftstoffe freigesetzt worden, der Einsatz der Rettungskräfte sei dadurch erschwert.
Solange die Bergung der Fahrzeuge nicht abgeschlossen sei, müsse davon ausgegangen werden, dass weitere Tote gefunden würden, sagte die Polizeisprecherin. Bis Mittwochmorgen hatte an der Unfallstelle nach Angaben der Polizei Explosionsgefahr bestanden. - daher sei ein Sperrradius von 650 Metern um die Unfallstelle erforderlich gewesen.

Explosionen auf der A2: Fliehende Autoinsassen

Fahrerinnen und Fahrer umliegender Fahrzeuge mussten evakuiert werden oder brachten sich selbst in Sicherheit, weil sie durch umherfliegendes Material in Gefahr waren.
Die Einsatzkräfte konnten zunächst keine weiteren Maßnahmen ergreifen, da die Gefahr weiterer Explosionen zu groß war.
Quelle: dpa

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