: Nawalny-Team: Bestatter verweigern Transport

29.02.2024 | 18:01 Uhr
Am Freitag soll der verstorbene Kreml-Kritiker Nawalny in Moskau beigesetzt werden. Doch bisher ist kein Leichenwagen vorhanden. Auf die Bestatter wird offenbar Druck ausgeübt.

Tausende haben Abschied von Alexej Nawalny genommen, der auf einem Friedhof in Moskau beerdigt wurde. Zuvor hatten Behörden den Leichnam mehr als eine Woche nicht herausgegeben.

01.03.2024 | 01:39 min
Mehrere Bestattungsunternehmen haben sich nach Angaben der Anhänger des in einem Straflagers verstorbenen Kreml-Kritikers Alexej Nawalny geweigert, dessen Leiche zu der am Freitag stattfindenen Beerdigung zu bringen. "Was für eine Schande! Jetzt weigern sich die Leichenwagenfahrer, Alexej aus dem Leichenschauhaus zu holen", erklärte der im Exil lebende Unterstützer Iwan Schdanow.
Laut Nawalny-Sprecherin Kira Jarmisch hatten die Bestatter zuvor Drohanrufe von "Unbekannten" erhalten, in denen sie davor gewarnt wurden, die Leiche "irgendwohin zu bringen". Für die Beerdigung sei daher bislang kein Wagen vorhanden. Aus Nawalnys Team hieß es aber, dass man eine Lösung finden werde.

Alexej Nawalny wurde durch seinen Widerstand gegen Putin weltberühmt. Für seine Überzeugungen wurde er vergiftet, verhaftet und verurteilt.

16.02.2024 | 01:54 min

Trauerfeier in Moskau und Nawalnys Beisetzung am Freitag geplant

Die Trauerfeier für den Oppositionspolitiker soll am Freitag in einer Kirche in einem Bezirk im Südosten der russischen Hauptstadt Moskau stattfinden, in dem Nawalny wohnte, als er sich noch in Freiheit befand. Anschließend sollen die sterblichen Überreste auf dem Borisowski-Friedhof beigesetzt werden.
Über weitere Einzelheiten der Beerdigung und die Anzahl der Trauergäste ist nichts bekannt.

Seit dem Tod Nawalnys erhebt seine Witwe ihre Stimme. Am Mittwoch hat Julia Nawalnaja vor dem EU-Parlament in Straßburg eine Rede gehalten.

28.02.2024 | 01:40 min

Sorge vor Festnahmen von Trauergästen

Nawalnys Witwe Julia Nawalnaja, die im Exil seine Oppositionsarbeit fortsetzen will, befürchtet nach eigenen Angaben Festnahmen von Trauergästen durch die Polizei. In Russland nimmt die Trauergemeinde gewöhnlich am offenen Sarg Abschied von dem Verstorbenen.
Anhänger Nawalnys riefen die Menschen, die nicht persönlich bei der Beerdigung dabei sein können, dazu auf, sich am Freitagabend an bestimmten Punkten in ihren Heimatstädten zu versammeln. Bei Gedenkversammlungen und der Niederlegung von Blumen nach Nawalnys Tod waren in mehreren russischen Städten Hunderte Menschen festgenommen worden.

Nach dem Tod Nawalnys kam es "zu über 400 Festnahmen" und "um den Leichnam herrscht eine Art Versteckspiel" berichtete ZDF-Korrespondent Armin Coerper vergangene Woche.

19.02.2024 | 02:31 min

Nawalny-Anhänger: Russisches Regime wollte heimliche Beisetzung

Nawalny war am 16. Februar in einer der härtesten russischen Strafkolonien in der Arktis gestorben, wo er eine 19-jährige Haftstrafe absaß. Nach Angaben der Behörden starb er eines "natürlichen Todes", die genauen Umstände sind allerdings weiter unklar. Die Anhänger Nawalnys und zahlreiche westliche Politiker machen die russische Führung und Kreml-Chef Wladimir Putin für den Tod verantwortlich.

Zu Nawalnys Tod gibt es viele offene Fragen.

19.02.2024 | 01:32 min
Nach Nawalnys Tod hatten sich die Behörden acht Tage lang geweigert, den Leichnam an dessen Angehörige zu übergeben. Diese vermuteten dahinter den Versuch, die Beteiligung der Behörden an dessen Tod "zu vertuschen". Dem Nawalny-Anhängern zufolge wollte das Regime eigentlich eine heimliche Beisetzung. 
Quelle: AFP, Reuters

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