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: Trump vs. Biden - so steht es in den Umfragen

von Robert Meyer
18.04.2024 | 07:17 Uhr
Wahlkampf von 2020 reloaded: Joe Biden und Donald Trump werden erneut als Präsidentschaftskandidaten antreten. Wie steht es in den Umfragen und wie funktioniert das US-Wahlsystem?
Wer wird der nächste US-Präsident - Joe Biden oder Donald Trump?Quelle: AP/ZDF
Wird Donald Trump nochmal US-Präsident? Seit Anfang Januar finden in den USA die Vorwahlen von Republikanern und Demokraten statt. Schon jetzt steht fest, dass es wieder zum Duell zwischen dem aktuellen und dem ehemaligen Präsidenten kommen wird: Joe Biden gegen Donald Trump. Beide haben die Vorwahlen gewonnen. Und nach seiner Niederlage 2020 ist möglich, dass Trump dieses Jahr gegen Biden gewinnt.
In diesem laufend aktualisierten Artikel sehen Sie die wichtigsten Zahlen zur diesjährigen US-Wahl: Wer führt in den Umfragen? Welche Meinung haben die Menschen in den USA zu Biden und Trump? Und wann finden die wichtigsten Ereignisse der Wahl statt?

Wer liegt im Präsidentschaftsrennen vorn?

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In der Grafik wird ein Durchschnittswert zahlreicher Umfragen gezeigt. Die amerikanische Website RealClearPolitics sammelt die Befragungen von verschiedenen Umfrageinstituten und bildet daraus einen Mittelwert. So sollen zufällige Ausreißer oder systematische Verzerrungen einzelner Institute ausgeglichen werden.
Doch auch das ist keine Garantie dafür, dass der gezeigte Wert für Trump oder Biden 1:1 die Meinung der Bevölkerung abbildet. 2016 und 2020 unterschätzten die Umfrageinstitute beispielsweise Trump systematisch.

Joe Biden

Joe Biden ist seit 2021 US-Präsident und kandidiert nun für eine zweite Amtszeit. Bei den letzten Wahlen konnte er sich gegen dem damaligen Amtsinhaber Donald Trump durchsetzen. Dessen Sieg will er nun erneut verhindern: "Wenn Trump nicht antreten würde, bin ich mir nicht sicher, ob ich antreten würde", so Biden im Dezember 2023. Die Verteidigung der Demokratie sei einer der wichtigsten Eckpfeiler seiner Kampagne.

Donald Trump

Donald Trump war von 2017 bis 2021 bereits US-Präsident, verlor aber 2020 die Wahl gegen den jetzigen Amtsinhaber Joe Biden. Es laufen vier große Strafverfahren gegen den 77-jährigen Ex-Präsidenten, die insgesamt 91 Anklagepunkte umfassen - unter anderem wegen des Sturms auf das Kapitol am 6. Januar 2021 und unterschlagenen Geheimdokumenten. Er tritt erneut mit dem Versprechen "America first" ("Amerika zuerst") an.

Wie wird der US-Präsident gewählt?

Dazu kommt: In den USA wird der Präsident nicht direkt von der Bevölkerung gewählt. Zuständig ist dafür stattdessen ein 538-köpfiges Wahlgremium ("Electoral College"), stellvertretend für die Wählenden. Dessen Delegierten werden von den Bundesstaaten entsprechend des Wahlergebnisses im Staat entsandt.
In den USA gilt ein Mehrheitswahlrecht. Das bedeutet: Sämtliche Wahlleute eines Staates gehen an die Kandidierenden, die die meisten Bürgerinnen und Bürger hinter sich versammeln konnten. Nur in Maine und Nebraska gelten Ausnahmen.
Entscheidend sind am Ende also die einzelnen Ergebnisse in den Bundesstaaten. Solche nationalen Umfragen sind deshalb nur einer von vielen Hinweisen auf den möglichen Ausgang der Wahl.

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Macht Joe Biden seine Arbeit gut?

Ein wichtiger Faktor bei der Wahlentscheidung: Macht der aktuelle Präsident einen guten Job? In den vergangenen Monaten war eine Mehrheit unzufrieden mit seiner Arbeit. Selbst Donald Trump hatte zwischenzeitlich bessere Werte.
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Wie beliebt sind Joe Biden und Donald Trump?

Schon in seinem ersten Amtsjahr kippte die Meinung zu Biden in der amerikanischen Bevölkerung. Seit Herbst 2021 sieht mehr als die Hälfte der Befragten den Präsidenten negativ.
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Gleichzeitig sind Donald Trumps Zustimmungswerte nicht besser.
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Die wichtigsten Termine bis zur US-Wahl

Die USA wählen am 5. November 2024 einen neuen Präsidenten, ein neues Repräsentantenhaus und ein Drittel des Senats neu. Die Vorwahlen für die Präsidentschafts-Nominierung laufen noch bis Anfang Juni. Im Juli und August küren Republikaner und Demokraten auf ihren Parteitagen offiziell ihre Präsidentschaftskandidaten.
Weitere wichtige Termine finden Sie in folgender Übersicht. Wenn Sie auf einen der Punkte tippen, bekommen Sie noch zusätzliche Infos.
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Woher stammen die Daten?

Die amerikanische Website RealClearPolitics sammelt zahlreiche Umfragen und bildet daraus einen Mittelwert. So sollen zufällige Ausreißer oder systematische Verzerrungen einzelner Institute ausgeglichen werden.

Ein Kandidat liegt einen Punkt vorn. Wird er also gewinnen?

Nicht unbedingt. Einzelne Umfragen basieren auf einer Stichprobe, in der Regel 1.000 bis 2.000 Befragte. Die Antworten werden zum Beispiel nach Alter oder Bildung noch gewichtet, um ein möglichst realistisches Abbild der Wahlbevölkerung zu bekommen. Umfragen geben deshalb immer eine Fehlertoleranz an, normalerweise plus/minus zwei bis drei Prozentpunkte. Bedeutet: Wenn 40 Prozent laut Umfrage Trump wählen würden, könnte der reale Wert zwischen 37 und 43 Prozent liegen. Deshalb dürfen kleine Veränderungen in den Umfragen nicht überinterpretiert werden.

Welche Aussagekraft haben solche nationalen Umfragen?

In den USA wird der Präsident nicht direkt von der Bevölkerung gewählt. Ein 538-köpfiges Wahlgremium erledigt das stellvertretend. Es gilt das Mehrheitswahlrecht: Der Gewinner bekommt alle Delegierten-Stimmen eines Bundesstaates - egal ob er mit 30 oder 0,3 Prozentpunkten Vorsprung gewinnt. Ausnahmen gibt es nur in Maine und Nebraska. Nationale Umfragen sind deshalb nur einer von vielen Hinweisen auf den Ausgang der Wahl.
Redaktion: Kathrin Wolff, Moritz Zajonz

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