Grafiken

: Wie viele bisher gegen Corona geimpft wurden

von M. Hörz, R. Meyer, M. Zajonz
05.07.2022 | 09:15 Uhr
Wie läuft die Impfkampagne in Deutschland und den Bundesländern? Wo gerät sie ins Stocken? Aktuelle Daten zeigen, wie viele Menschen bereits gegen Corona geimpft wurden.
Seit Anfang 2021 wird in Deutschland gegen Covid-19 geimpft. Zuerst nur mit dem Impfstoff von Biontech, später auch mit den Vakzinen von Moderna, Astrazeneca, Johnson & Johnson und Novavax.
Folgende Übersicht zeigt die Zahl der bisher in Deutschland erst-, zweit-, dritt- und viertgeimpften Menschen. Alle Grafiken in diesem Artikel aktualisieren sich automatisch.
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Als einmal geimpft gilt, wer mindestens eine Dosis von Biontech, Moderna, Astrazeneca, Johnson & Johnson oder Novavax bekommen hat.
Als zweimal geimpft gelten laut RKI Menschen, die ...
  • ... eine zweite Impfung bekommen haben.
  • ... genesen sind und danach eine Impfung erhalten haben.
Das Robert-Koch-Institut bezeichnet Zweitgeimpfte als "grundimmunisiert".
Als dreimal geimpft gilt, wer nach einer abgeschlossenen Grundimmunisierung ("zweimal geimpft") eine weitere Booster-Impfung bekommen hat. Das Robert-Koch-Institut bezeichnet diese Dosen als "Auffrischimpfungen".
Als viermal geimpft gilt, wer nach der Grundimmunisierung eine erste und zweite Auffrischimpfung bekommen hat. Empfohlen wird der zweite Booster aktuell aber nur Menschen mit hohem Risiko, z.B. Über-70-Jährigen.
Folgende Grafik veranschaulicht, wie schnell Deutschland beim Impfen vorankommt. Da am Wochenende in der Regel weniger geimpft wird, ist der dargestellte 7-Tage-Schnitt der Erst-, Zweit-, Dritt- und Viertimpfungen etwas aussagekräftiger als die täglich verimpften Dosen.
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Wie viele wurden in den Bundesländern geimpft?

Folgende Tabelle zeigt den Impffortschritt in den Bundesländern. Neben der Gesamtzahl der Erst-, Zweit-, Dritt- und Viertgeimpften ist in dieser Tabelle auch die jeweilige Impfquote angegeben.
Mithilfe des Suchfelds können Sie Ihr eigenes Bundesland finden. Wenn Sie mehrere Bundesländer ohne Komma eingeben, können Sie den Stand der Impfkampagnen in mehreren Ländern miteinander vergleichen.
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Wie viele Jüngere und Ältere wurden gegen Corona geimpft?

Folgende Grafik zeigt die Impfquoten in den vom Robert-Koch-Institut ausgewiesenen Altersgruppen. Mithilfe des Suchfelds können Sie ohne Komma auch nach mehreren Bundesländern suchen.
Nicht für alle Bevölkerungsgruppen werden dieselben Impfstoffe von der Ständigen Impfkommission (STIKO) empfohlen:
  • 5 - 17: Biontech
  • 18 - 29: Biontech, Novavax (Booster: Biontech)
  • 30 - 59: Biontech, Moderna, Novavax (Booster: Biontech, Moderna)
  • Über 60: Biontech, Moderna, Novavax, Astrazeneca, Johnson & Johnson + Biontech/Moderna/Novavax (Booster: Biontech, Moderna)
  • Schwangere: Biontech (Booster: Biontech)
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Woher stammen die Impfzahlen?

ZDFheute bezieht die Zahlen für Deutschland direkt vom Robert-Koch-Institut (RKI).
Das RKI veröffentlicht die Impfzahlen von Montag bis Samstag jeweils morgens. Die Gesamtzahl der Impfungen umfasst alle Impfungen, die bis zum Vortag durchgeführt und dem RKI bis zum Morgen gemeldet worden sind. Weil nicht alle Impfungen rechtzeitig gemeldet werden, können sich diese Zahlen im Nachhinein noch ändern.
Fragen zu den Corona-Impfungen:

Wo finde ich weitere Informationen?

Was bedeuten die verschiedenen Impfzahlen?

  • Einmal geimpft: Zahl der Menschen, die mindestens eine Dosis von Biontech, Moderna, Astrazeneca, Johnson & Johnson oder Novavax bekommen haben.
  • Zweimal geimpft: Menschen, die (1) zwei Impfungen bekommen haben oder (2) genesen sind und danach eine Impfung erhalten haben.
  • Dreimal geimpft: Menschen, die nach einer abgeschlossenen Grundimmunisierung ("zweimal geimpft") eine weitere Booster-Impfung bekommen haben.
  • Viermal geimpft: Menschen, die nach der dritten Impfung eine weitere Booster-Impfung bekommen haben.
  • Impfquote: Anteil der erst-, zweit-, dritt- oder viertgeimpften Menschen an der Gesamtbevölkerung.
  • Impfungen pro Tag: Gesamtzahl der durchgeführten Impfungen pro Tag. Der 7-Tage-Schnitt glättet Schwankungen innerhalb der Woche (z.B., weil am Wochenende weniger geimpft wird) und ist für den Trend aussagekräftiger.

Welche Quellen nutzt ZDFheute für diesen Artikel?

Die Impfzahlen für Deutschland bezieht ZDFheute vom Robert-Koch-Institut. Die Behörde meldet die Impfdaten von Montag bis Samstag.

18-59 und Ü60: Höhere vollst. Impfquote als mind. 1x-Quote?

In der Quote der mind. 1x Geimpften fehlen laut Robert-Koch-Institut die Johnson & Johnson-Impfungen der Vertragsärzte, da diese unvollständig gemeldet werden. Deshalb kann der Anteil mind. 1x Geimpfter bei den 18-59- und Ü60-Jährigen unter Umständen niedriger ausfallen als die Quote der vollständig Geimpften.

Warum wurden die Impfdaten umbenannt?

Spätestens seitdem die Omikron-Variante das Infektionsgeschehen bestimmt, ist die Bezeichnung "vollständig geimpft" überholt. Zwei Impfdosen reichen nach aktuellen Erkenntnissen nicht mehr aus, um einen umfassenden Impfschutz zu haben. Hierzu braucht es mindestens drei - und selbst dann wirkt die Impfung nicht so gut wie bisher gegen eine symptomatische Infektion mit Omikron.

Das Robert-Koch-Institut bezeichnet doppelt Geimpfte mittlerweile als "grundimmunisiert". Doch dieser Begriff könnte angesichts der schlechteren Effektivität der Impfung gegen Omikron irreführend sein. ZDFheute hat sich deshalb entscheiden, die verschiedenen Impfungen entsprechend der Nummer der verabreichten Impfdosis zu benennen. Eine genaue Erläuterung, wann man als erst-, zweit- und drittgeimpft gilt, ist im Reiter "Was bedeuten die verschiedenen Impfzahlen?" zu finden.

Warum sind einige Grafiken aus diesem Artikel verschwunden?

Viele Corona-Zahlen brauchen mittlerweile noch mehr Einordnung als früher und sprechen nicht mehr für sich selbst. So hat z.B. die unterschiedliche Inzidenz bei Geimpften und Ungeimpften wegen Omikron aufgrund der Eigenschaften der neuen Variante eine andere Aussagekraft und lässt sich nicht mehr so gut mit dem Infektionsgeschehen während der Delta-Welle vergleichen.

Außerdem hängen viele Indikatoren dem Infektionsgeschehen wochenlang hinterher und zeigen nicht den aktuellen Stand der Pandemie. Diese Daten und Entwicklungen sollen künftig in eigenständigen Analysen behandelt werden - und nicht mehr im täglich aktuellen Coronadaten-Angebot.

Mitarbeit: Simon Haas (bis 31. Januar 2021)

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