: Taurus-Leak: Scholz verspricht Aufklärung

02.03.2024 | 12:24 Uhr
Kanzler Scholz hat nach der Veröffentlichung eines Mitschnitts von Beratungen deutscher Luftwaffen-Offiziere über Unterstützung für die Ukraine schnelle Aufklärung versprochen.
Bundeskanzler Olaf Scholz spricht während einer Pressekonferenz in Rom.Quelle: Reuters
Bundeskanzler Olaf Scholz hat nach der Veröffentlichung eines Mitschnitts von Beratungen deutscher Luftwaffen-Offiziere über Unterstützung für die Ukraine schnelle Aufklärung versprochen. Am Rande eines Besuchs im Vatikan sagte der SPD-Politiker am Samstag in Rom:
Das, was dort berichtet wird, ist eine sehr ernste Angelegenheit.
Bundeskanzler Olaf Scholz
"Und deshalb wird das jetzt sehr sorgfältig, sehr intensiv und sehr zügig aufgeklärt und das ist auch notwendig", sagte der Kanzler weiter.

Berichten zufolge hat Russland ein mutmaßlich abgehörtes Gespräch von Bundeswehroffizieren veröffentlicht. Dabei geht es um einen Einsatz von Taurus-Raketen in der Ukraine.

02.03.2024 | 00:28 min

Staatssender veröffentlicht offenbar abgehörtes Gespräch

Die Chefin des russischen Staatssenders RT, Margarita Simonjan, hatte am Freitag einen Audiomitschnitt des rund 30-minütigen, möglicherweise abgehörten Gesprächs veröffentlicht. Darin sind ranghohe Offiziere der Luftwaffe zu hören, wie sie über theoretische Möglichkeiten eines Einsatzes deutscher Taurus-Marschflugkörper durch die Ukraine diskutieren.
Nach ZDF-Informationen ist das Gespräch authentisch. Vermutlich hat die Besprechung über das Bundeswehr-Konferenzsystem WebEx stattgefunden, über das ein Großteil der internen Bundeswehr-Kommunikation läuft.

"Das ist ein Leak ziemlich erheblichen Ausmaßes", so Diana Zimmermann, mit Folgen für die Bundesregierung. Russland behauptet, ein Gespräch deutscher Offziere abgehört zu haben.

01.03.2024 | 02:34 min

Ministerium leitet Prüfung ein

Das deutsche Verteidigungsministerium prüft nun, ob die Kommunikation im Bereich der Luftwaffe abgehört wurde. "Das Bundesamt für den Militärischen Abschirmdienst (BAMAD) hat alle erforderlichen Maßnahmen eingeleitet", teilte eine Sprecherin des Ministeriums am Freitagabend mit. "Zum Inhalt der offenbar abgehörten Kommunikation können wir nichts sagen."
Quelle: dpa, ZDF

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