: Hier waren Gewitter und Regen am stärksten

13.09.2023 | 20:02 Uhr
Pause vom Spätsommer: Heftige Gewitter tobten in den letzten 24 Stunden über Deutschland, in einigen Regionen gab es Hagel und Starkregen. Ein Mann starb durch einen Blitzschlag.

Im Süden und in der Mitte Deutschlands haben heftige Unwetter getobt. Ein Rollerfahrer wurde von einem Blitz getroffen und starb. Unzählige Keller liefen voll.

13.09.2023 | 00:19 min
Nach der heftigen Nacht gab es auch heute in einigen Regionen Deutschlands Starkregen, Hagel und Gewitter. "Eine Kaltfront überquert Deutschland südostwärts und erreicht abends die Südhälfte. Sie verdrängt die feuchtwarme, zu teils kräftigen Gewittern neigende Luftmasse bis zum Abend in den äußersten Süden", hatte der Deutsche Wetterdienst (DWD) schon am Morgen gewarnt.
So wird das Wetter am Mittwoch. Quelle: ZDF

Bayern könnte besonders betroffen sein

Besonders betroffen gewesen sei Bayern. Dort rechnete der DWD mit einzelnen starken Gewittern inklusive Starkregen und Böen um 60 km/h. An den Alpen seien bis in die Nacht zum Donnerstag lokal heftiger Starkregen von 40 bis 60 Liter pro Quadratmeter wahrscheinlich.
In Baden-Würtemberg sollte der Regen ab dem Nachmittag besonders stark werden. Schon ab Vormittag gab es einzelne Gewitter mit stürmischen Böen. Ab dem Nachmittag waren auch hier Sturmböen und Hagel erwartet - Punktuell mit Starkregen mit bis zu 60 Liter pro Quadratmeter.

Starkregen auch in Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg

In der Nacht zu Mittwoch hatte sich der Schwerpunkt des Starkregens in die Mitte Deutschlands verlagert und erreiche am Mittwochmorgen auch Mecklenburg-Vorpommern und Nordbrandenburg.
Zuvor hatte es Starke Gewitter in Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Hessen, Rheinland-Pfalz und Bayern gegeben.

Überflutung auf A2 im Münsterland

Starkregen hatte es am Dienstagmittag bereits in Nordrhein-Westfalen gegeben. Die Autobahn A2 war so stark überflutet, dass Autos fast zur Hälfte im Wasser versanken. Das Wasser sorgte am Dienstag im Münsterland in Richtung Hannover für eine stundenlange Sperrung. Solch eine Überflutung der Fahrbahn habe er noch nicht erlebt, sagte ein Polizeisprecher. Das Wasser habe den steckengebliebenen Pkw fast bis zu den Scheiben gestanden. In der Folge kam es zu einem acht Kilometer langen Stau.
Unwetter sorgten auch in anderen Teilen Nordrhein-Westfalens am Dienstag vereinzelt für überflutete Straßen und vollgelaufene Keller. Betroffen waren Orte in Ostwestfalen-Lippe, im Münsterland und im Ruhrgebiet.

Heftige Unwetter im Süden Deutschlands: In Worms fielen golfballgroße Hagelkörner, ein Rollstuhlfahrer wurde von einem Blitz getroffen. Die Feuerwehr war teils im Dauereinsatz.

13.09.2023 | 00:16 min

Hagel in Worms

In Worms (Rheinland-Pfalz) verursachte Hagel einige Schäden. Seit dem kurzen, aber extremen Unwetter gegen 19 Uhr am Dienstag war die Feuerwehr im Dauereinsatz, wie sie auf ihrer Facebook-Seite mitteilte.
Posting der Feuerwehr Worms zum Hagel
Dächer und Fenster seien beschädigt. Zudem seien zahlreiche Straßen überflutet worden und mehrere Gebäude hätten Wasser in den Kellern. Im Rhein-Lahn-Kreis in Rheinland-Pfalz starb ein 43-jähriger Mann, der auf seinem Roller von einem Blitz getroffen wurde.
Quelle: AFP, dpa

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