: Nawalnaja hat in Berlin "Nawalny" gewählt

17.03.2024 | 19:15 Uhr
Julia Nawalnaja hat in der russischen Botschaft in Berlin gewählt. Auf den Stimmzettel schrieb sie den Namen ihres verstorbenen Mannes, den Kreml-Kritikers Alexej Nawalny.

Tausende Menschen haben sich zu einem stillen Protest gegen Putins Wiederwahl vor den russischen Wahllokalen versammelt.

17.03.2024 | 01:31 min
In einem Zeichen des Protests hat die Witwe des in Lagerhaft gestorbenen russischen Oppositionsführers Alexej Nawalny den Namen ihres Mannes auf den Stimmzettel zur Präsidentschaftswahl in Russland gesetzt. Sie habe "Nawalny" auf den Stimmzettel geschrieben, sagte Julia Nawalnaja, nachdem sie am Sonntag in der russischen Botschaft in Berlin an der Wahl teilgenommen hatte.
Am letzten Tag der russischen Präsidentschaftswahl hatte Nawalnaja sich am Mittag zur Stimmabgabe in die lange Warteschlange vor der russischen Botschaft in Berlin eingereiht. Unter dem Jubel von Anhängern betrat sie am frühen Abend nach mehreren Stunden Wartezeit das Gebäude. "Julia, Julia, wir sind bei dir", riefen Umstehende.

Vor der russischen Botschaft in Berlin wartete Julia Nawalnaja auf den Einlass ins Wahllokal.

17.03.2024 | 00:56 min

Tausende protestieren "Mittags gegen Putin"

Nawalnaja hatte zu einer Protestaktion am letzten Wahltag aufgerufen, bei der Gegner von Staatschef Wladimir Putin in Massen zu den Wahllokalen strömen sollten. Die Teilnehmer der Protestaktion "Mittags gegen Putin" sollten für einen der Gegenkandidaten stimmen oder den Wahlzettel mit dem Schriftzug "Nawalny" ungültig machen. Die Warteschlange vor der russischen Botschaft in Berlin war hunderte Meter lang und wand sich durch mehrere Nebenstraßen.
Es gilt als sicher, dass sich Putin bei der seit Freitag laufenden Präsidentschaftswahl eine weitere sechsjährige Amtszeit sichert. Gegen ihn traten drei unbedeutende Kandidaten an. Alle bekannteren Kritiker des Kreml-Chefs sind entweder tot, inhaftiert oder im Exil. Die Wahl endet am Sonntagabend mit der Schließung der Wahllokale in Kaliningrad.
Quelle: AFP

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